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Fußballglobus 

Fußballglobus

In Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde 2003 der Fußballglobus gebaut – eine mobile und begehbare Skulptur, die auf das Großereignis aufmerksam machen sollte. Die Architekten „Art Event“ schufen eine 15 Meter hohe Stahlkonstruktion mit einer wandlungsfähigen, leuchtenden Hülle. Im Inneren vermittelte eine Ausstellung auf zwei Ebenen die Geschichte des Fußballspiels sowie die Faszination, die von dem runden Leder ausgeht. Von außen verwandelten Lichteffekte und Projektionen den Ball im Tag-/Nachtrhythmus: Während er am Tag als überdimensionaler Fußball erschien, leuchtete er bei Nacht als Globus und versinnbildlichte so die Bedeutung der WM als weltumspannendes Ereignis.
Als Werbemaßnahme reiste der Fußballglobus für jeweils zwei Monate zu jedem der zwölf Austragungsorte, was hohe Anforderungen an die Logistik stellte. Immerhin verbargen
sich hinter der 736 Quadratmeter großen Fassade 60 Tonnen Stahl, die es jeweils auf- und abzubauen galt. An der Stahlkonstruktion wurden fünf- und sechseckige Pneus aus dreilagiger Folie befestigt. Die obere und untere Lage bestanden aus einer 200 Mikrometer dünnen, bedruckten ETFE-Folie, die mittlere Lage aus einem PVC-beschichteten Polyestergewebe. Für eine optimale Fußballoptik wurden die fünfeckigen Felder außen und innen schwarz, die sechseckigen außen weiß und innen schwarz bedruckt. 20.000 Power-LEDs, die in Form von Lichterketten in die Luftkissen eingebaut wurden, ermöglichten die Wandelbarkeit der Außenhaut. Speziell für dieses Projekt wurden Befestigungsdetails entwickelt, die den Anforderungen der Wirtschaftlichkeit und des leichten Auf- und Abbaus gerecht wurden. Dieses so genannte EPDM-Profil wurde schon in der Fertigung an den Luftkissenrand angebracht.