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Passagierterminal, Warnemünde 

Passagierterminal, Warnemünde

Seit der Deutschen Einheit hat sich Warnemünde zum beliebtesten deutschen Kreuzfahrthafen entwickelt. Die Passagierzahlen steigen stetig, daher wurde ein Ausbau der Räumlichkeiten zur Abfertigung erforderlich. Als Übergang bis zum Bau des neuen Warnemünde Cruise Centers ließ die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH im Jahr 2002 von der INROS Planungsgesellschaft eine temporäre Abfertigungshalle am Liegeplatz 7 errichten. Der Übergangsterminal ist eine filigrane Zeltkonstruktion, die sich einfach demontieren lässt. Eine leichte Fassade aus Stahl-Glas-Elementen umhüllt die Grundfläche von 15 x 60 Metern. Da die Halle in erster Linie zum Schutz vor Sonne und Niederschlägen gebaut ist, schwebt ein Zeltdach entkoppelt über der Fassade und macht im Sommer einen natürlichen Luftaustausch möglich. Vier in Reihe stehende Zentralmasten tragen das Dach und bilden seine Hochpunkte: Die beiden mittleren, vertikalen Stützen sind 14,50 Meter hoch, die beiden
äußeren sind 11 Meter lang und neigen sich nach außen. Als Dachhaut spannt sich eine 921 Quadratmeter große Membran aus PVC-beschichtetem Polyestergewebe darüber. Damit das Dach faltenfrei gespannt werden kann, ist es radial zu den Hochpunkten zugeschnitten. Die Membran ist jedoch nicht punktuell belastbar, deshalb erfolgt ihre Befestigung an den vier Zentralmasten über Hochpunktringe. Für Regendichtigkeit deckt an diesen Stellen eine 0,25 Millimeter dünne transparente ETFE-Folie den Bereich zwischen Ring und Mast ab. In Taschen am Rand der Membrane verlaufen Girlandenseile, die rundum an 12 Pendelstützen befestigt sind. Je zwei im Boden verankerte Stahlseile spannen die Stützen und das Dach an diesen Stellen nach außen ab. Entlang der Traufränder leiten aufkonfektionierte Regenstauer das Wasser in Richtung der 12 Stützen, die als Fallrohre ausgebildet sind. Mittlerweile ist der Bau an den Liegeplatz 8 umgezogen und dient dort weiter als Abfertigungshalle.
sedak