In den 70er Jahren wurde das Plaza Büro Center im Westend Frankfurts errichtet. Das als Hotel und Bürofläche genutzte Gebäude war mit 159 Metern Höhe für kurze Zeit das höchste Hochhaus Deutschlands. Seit 2008 wird es umfangreich nach den Plänen des Architekturbüros Just Burgeff Architekten saniert, um unter dem Namen WestendGate durch eine architektonische und energieeffiziente Neugestaltung der Fassade und Büroetagen wieder allen Ansprüchen an ein modernes Büro- und Hotelgebäude zu genügen. Ein repräsentatives Willkommen bereitet den künftigen Nutzern das neue Vordach zur Hamburger Allee hin, das durch seine organische Baumstruktur schon von Weitem Blicke auf sich zieht. Das Dach wird von 5 Stützen aus je vier Stahlrohren getragen. Diese wachsen bis zu einer Höhe von etwa zwei bis drei Metern vertikal aus dem Boden und verästeln sich dann wie eine Baumkrone. Die „Äste“ tragen eine frei geformte Rohrrahmenstruktur mit Stahlrinnen und etlichen Hoch-und Tiefpunkten.
Da die beiden Stützen vor dem Eingangsbereich des Bürotraktes etwa drei Meter höher sind, als die Stützen vor der Hotellobby, wird das Entrée betont. Im Grundriss besteht sie das Dach aus 79 Polygonen unterschiedlicher Grundrissgeometrie. Ebenso viele verschiedene Kissen aus zwei Lagen ETFE-Folie von seele cover sind darauf montiert. Dazu sind die Aluminiumprofile der entlang der Kissenränder an Laschen befestigt, die in die Rinnenkonstruktion geschweißt wurden. Zum Schutz vor zu großer Hitzeentwicklung unter dem Dach ist die obere Folienlage mit einem Punktraster zu 50% bedruckt. Anfallendes Regenwasser wird über die Rinnen zu den Baumstützen geleitet. Jeweils ein „Ast“ pro Stütze dient als Fallrohr.