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Central Saint Giles, London 

Central Saint Giles, London

Mit dem Gebäudekomplex Central Saint Giles erhalte die Oxford Street in London ein neues Highlight. Renzo Piano hängte den einzelnen Baukörpern leuchtend farbige Fassadenelemente vor und setzte so mitten in London City heftig diskutierte Farbtupfer. In unmittelbarer Nähe des Theaterviertels entstanden 400.000 Quadratmeter Bürofläche, über einhundert attraktive Wohnungen, dazu eine Piazza mit exklusiven Restaurants und Geschäften. Die auf schlanken Stützen ruhenden, bunten Hauptfassaden ragen über die komplett verglasten Erdgeschosszonen hinaus – ausdrucksvoll modellierte Terrakotta-Elemente treffen auf die Sachlichkeit einer gläsernen Architektur.
Der Kleinteiligkeit in den Obergeschossen setzen die Glasfassaden das große Format entgegen. Oben und unten in verdeckt liegenden Profilen eingespannt, treten lediglich die senkrechten Glasstöße in Erscheinung. Schlanke, außen aufgesetzte Aluminiumleisten nehmen die Vertikale der Betonstützen behutsam auf und geben der Fassade einen dezenten Rhythmus. Durch die Fuge hindurch werden die Leisten mit dahinter stehenden Glasschwertern verschraubt. Den Schwertern sind hierfür stirnseitig Aluminiumprofile mit Stehbolzen mittels GS-Silikon aufgeklebt.
Ob die Isolierverglasungen außen, oder die VSG-Verglasungen im Innenbereich – sechs Meter Höhe sowie Breiten bis zu zweieinhalb Metern ergeben ein stattliches Gewicht. Scheiben von knapp einer Tonne mussten auf engsten Raum transportiert, gedreht und gestellt werden. Minikran und an die Decke montierte Laufschienen mit Hebewerkzeugen waren ständige Begleiter bei der Montage. Last but not least: Auch die unzähligen Ganzglas- und Karusselldrehtüren sind keine Standardelemente, sondern bis ins Detail ausgearbeitet. Auch sie tragen die gestalterische Handschrift von Renzo Piano und sind „made by seele“.
sedak