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County Council, Limerick, Irland 

County Council, Limerick, Irland

Bucholz Mc Evoy Architects verbinden Ökologie und Design mit außergewöhnlichen Lösungen und wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem vom Royal Institute of British Architects und dem Royal Institute of Irish Architects. Nachhaltigkeit ist für BMcEA nicht nur ein trendiges Schlagwort, sondern Grundlage eines jeden Entwurfes. Auch das Konzept des neuen Hauptsitzes der örtlichen Kreisverwaltung im County Council folgt einem umfassenden ökologischen Nutzungskonzept: natürliche Be- und Entlüftung, intensive Nutzung der Solarenergie sowie eine funktional hochwertige Verbindung der unterschiedlichen Baumaterialien Stahl, Glas und Holz. Inmitten einer ausgedehnten Parklandschaft im irischen Limerick entstand ein Verwaltungsgebäude, welches sich als neue Landmarke harmonisch in die natürliche Umgebung eingliedert.
Dem langgestreckten Baukörper setzten Bucholz Mc Evoy Architects ein Licht durchflutetes Atrium vor, an den beiden Enden und seitlich geschosshoch mit großformatigen Isolierglasscheiben geschlossen. Stahl, Glas und Holz verbinden sich zu einer unglaublich filigranen Konstruktion, zu einem Material- und Statikmix der besonderen Art. Der leicht nach hinten geneigten Glasfassade vorgesetzt ist ein gewaltiges Sonnenschutzschild: Bogenförmig verleimte Brettschichtträger aus druckimprägnierter Kiefer, hinterspannt mit kräftigen Rundrohren, von denen aus exakt nach dem Sonnenstand berechnete Verschattungslamellen zum daneben liegenden Brettschichtträger verlaufen. Durch die Trennung der inneren Stahl-Glasfassade und der vorgesetzten Leimholzkonstruktion entsteht ein Raumtragwerk mit hybrider Wirkung, das die um 30 Grad geneigten gebogene Leimholzkonstruktion exakt positioniert und ausreichenden Sonnenschutz bietet, aber gleichzeitig ausreichend steif ist, um die durch die Neigung der Glasfassade entstehenden Kraftresultierenden aufnehmen zu können.
"Hängend" ist das Konstruktionsprinzip der gesamten Fassade. Nach hinten abgespannte so genannte Hockeybeams spreizen sich von der Attika aus auf die jeweils benachbarten Fassadenachsen und verbinden sich so zu einem 75 Meter langen stabilen Windverband. Am innen liegenden unteren Knickpunkt des Hockeybeams hängt die Glasfassade. Der äußere nach oben geneigte „Stick“ trägt den Holzverband. Dieser stützt sich unten über V-förmige Druckstäbe an den Betonstützen des Erdgeschosses ab. Die Glasfassade selbst ist über ihre horizontal durchlaufenden Riegel abgehängt – nach vorne an die unterspannten Segmentbögen und von oben über Edelstahlstangen, die durch die innen liegenden Fassadenriegel durchgesteckt sind. Entsprechend der zunehmenden Last von unten nach oben vergrößert sich der Querschnitt der Zugstangen auf bis zu 16 mm. Durch den konstruktionsbedingten Abstand der Abhängung zur Glasebene entsteht in den Riegeln ein nach unten zunehmendes Drehmoment aufgrund des Fassadengewichts. Abgestimmt auf die Biegesteifigkeit des Rundstahls wird dieses durch ein kontinuierlich engeres Setzen der Abhängung an die Glasebene ausgeglichen. In der Summe ermöglichen all diese kleinen konstruktiven Modifikationen eine Fassadenkonstruktion, die mit ihrer Anmutung bezaubert.
sedak