Es wurden 105 Begriffe in B gefunden.
Statt der Angabe des g-Wertes (= Gesamtenergiedurchlassgrad) einer Isolierverglasung findet sich häufig auch der sogenannte b-Faktor (= shading coefficient).
Auf der linearen Plattentheorie basierende einfache Formeln zur Bestimmung von Spannungen und Durchbiegungen von Platten unter Biegebeanspruchung per Handrechnung.
Beim Ballwurfsicherheitstest wird mithilfe einer Ballwurfmaschine, unter einem Winkel von 45 oder 90 Grad, zwei Arten von Bällen auf die Verglasung geschossen. Dabei darf die Verglasung nicht zerstört werden.
Eine Balustrade ist eine spezielle säulenverzierte Brüstung oder ein Geländer aus gedrungenen, stark profilierten Säulen aus Holz oder Stein.
Die Bandbeschichtung, auch Coil Coating oder kontinuierliche Metallbandbeschichtung genannt, ist ein Verfahren zur ein- oder beidseitigen Beschichtung von flachen Stahl- oder Aluminiumbändern und eine Alternative zu traditionellen Beschichtungsverfahren.
Die Bandbezugslinie (BBL) nach DIN 18268 ist die festgelegte Linie eines Türbandes, die in einem bestimmten Abstand zur Oberkante Türfalz bzw. zur Bezugskante Zargenfalz steht. Erst die exakte Festlegung der Bandbezugslinie für das obere und das untere Türband ermöglicht das Zusammenspiel von Türblatt, Türband und Türzarge.
Bandfassaden charakterisieren sich im Wesentlichen aus aneinandergereihten Fensterbauteilen über einer geschlossenen Brüstung.
Kontinuierlich arbeitende Anlagen zum endabmessungsnahen Gießen von Stahl. Dünnes Band (Vorband 15–50 mm, Band < 15, Dünnband < 5 mm) wird in diesen Anlagen direkt aus der Schmelze hergestellt. Die Verfahren arbeiten mit ein oder zwei Rollen.
Bandmaß ist die Breite des Glasbandes ohne Borten (Abschnitte). Das übliche Bandmaß ist 3,21 Meter. Aus herstellungstechnischen Gründen sind breitere Gläser Sonderanfertigungen. Die üblichen Längen sind derzeit 6 und 7,2 Meter, selten 9 Meter.
Aus Warmbreitband (Bandstahl, warmgewalzt) durch Kaltumformen hergestelltes Flacherzeugnis, das durch Kaltwalzen eine Querschnittsverminderung um mindestens 25 % erfahren hat und nach Durchlaufen der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt wird.
Flacherzeugnis mit einem rechteckigen Querschnitt, dessen Breite viel größer als die Dicke ist, hergestellt aus Halbzeug unlegierten oder legierten Stahls. Es wird unmittelbar von der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder dem kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle aufgewickelt, sodass die Seitenflächen der Rolle ungefähr in einer Ebene liegen.
Barrierefreies Bauen ist die Bezeichnung für die Ausführung und Ausstattung von Gebäuden, Straßen, Plätzen, öffentlichen Verkehrsanlagen mit dem Anspruch, dass diese baulichen Anlagen für alle Menschen barrierefrei, also behindertengerecht, nutzbar sein müssen.
Bezeichnet das direkt aus der Glasschmelze hergestellte Glas. Erst durch Zuschnitt, Bohrungen, Kantenbearbeitung und weitere Veredelung wird es für seinen Einsatzzweck entsprechend bearbeitet.
Für die Überwachung genehmigungspflichtiger Bauvorhaben ist die für die Baugenehmigung zuständige Behörde, ein Bauaufsichtsamt (z. B. Hochbauamt, Bauordnungsamt oder Tiefbauamt), zuständig. Hierbei erfolgt vor allem eine Überprüfung der entsprechend einer erteilten Genehmigung mit entsprechenden Auflagen zugelassenen Ausführung des Bauwerks.
Der Baubeginn darf erst nach rechtskräftiger und erfolgter Zustellung der Baugenehmigung an den Bauherrn sowie der schriftlichen Anzeige des Baubeginns bei der Baugenehmigungsbehörde (Baubeginnanzeige) erfolgen.
Bauglas ist ein Werkstoff, der aus Quarzsand, Soda, Kalkstein und Dolomit erschmolzen wird. Glas ist ein Vielfachgemisch von verschiedenen Silikaten, das einen großen Erweiterungsbereich, aber keinen festen Schmelzpunkt hat. Bei seiner Abkühlung aus dem dünnflüssigen Zustand ist es bis auf 500 °C plastisch formbar.
Stil in Architektur und Design, gleichgesetzt mit der Moderne. Beispielhaft ist die neuartige funktionale Trennung der Einzelbaukörper zu nennen. Die Fassade war nicht mehr länger ein tragendes Element des Gebäudes und konnte somit frei gestaltet werden. Dieses Designmerkmal wird noch heute als curtain wall bei modernen Gebäuden aus Glas verwendet.
Bauherr ist, wer auf seine Verantwortung eine bauliche Anlage vorbereitet, ausführt oder vorbereiten bzw. ausführen lässt.
Baukräne dienen als Hebezeuge zum Transport von Baustoffen und Bauteilen.
Unter Baukunde versteht man allgemein die Kenntnis der Theorien und Erfahrungen auf dem Gebiete des Bauwesens.
Eine Baulast ist eine freiwillig übernommene öffentlich-rechtliche Verpflichtung.
Die Bauphysik ist eine wissenschaftliche Richtung der Physik, die sich mit den physikalischen Eigenschaften von Baumaterialien und Bauwerken befasst. In Normen und Verordnungen sind die bauphysikalischen Eigenschaften von Baustoffen und Bauteilen festgelegt. Unterteilen lässt sich die Bauphysik in vier Hauptgruppen: Brand-, Wärme-, Feuchte- und Schallschutz.
Stahlsorten, die ausschließlich für die Verwendung im Baubereich eingesetzt werden, bezeichnet man als Baustahl. Die Klassifizierung der Baustähle ist in der DIN 17 100 geregelt und definiert. Baustähle werden meist unlegiert verwendet.
Baustatik oder die Statik der Baukonstruktionen ist die Lehre von der Stabilität von Tragwerken im Bauwesen. Die Berechnungsverfahren der Baustatik sind Hilfsmittel der Tragwerksplanung und mit der Lehre der Modellbildung und der Konstruktionslehre Teil der Tragwerkslehre.
Als Baustelleneinrichtung werden sämtliche Einrichtungen, Maschinen und Anlagen zusammengefasst, die notwendig für das Einrichten und Betreiben einer Baustelle sind. Dazu gehören u. a. Kräne, Magazine, Sanitäranlagen, Wasser- und Stromversorgung und Schutzeinrichtungen.
Dient als Dokumentation der Tätigkeiten auf einer Baustelle und als Grundlage zur Stundenabrechnung.
In der Architektur oder im Bauwesen ist die Bezeichnung Bauteil für Teile eines Bauwerks oder eines Gebäudes gebräuchlich. Es gibt zwei Bedeutungen: das Bauteil im Sinne eines Bauelementes und der Bauteil im Sinne eines Gebäudeteils.
Bauträger sind Firmen und Unternehmen, die Grundstücke erwerben und darauf Häusern oder Wohnungen schlüsselfertig bauen. Diese Objekte werden dann wieder zum Kauf angeboten.
Eine Bauwerksfuge entsteht, wenn Bauwerke, Gebäudeteile oder Bauabschnitte ohne Abstand direkt neben einem benachbarten Bauwerk errichtet werden.
Bauwerksfugen gehen durch alle tragenden und nicht tragenden Teile des Gebäudes oder Bauwerks hindurch. Es gibt meist große Relativverformungen durch Setzungserscheinungen oder ungleichmäßige Setzungen. Die Abdichtung von Bauwerksfugen hat im Bereich der Fassade eine sehr große Bedeutung.
Zurzeit ist eine wirtschaftliche großtechnische Gewinnung von Aluminium nur aus Bauxit möglich. Bauxit wird überwiegend im Tagebau gefördert. Die bedeutendsten Förderländer sind Australien, China und Brasilien. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen gibt es noch ausreichend Vorräte an Bauxit.
Das Verfahren ist nach dem deutschen Carl Josef Bayer benannt. Bei diesem Verfahren zur Gewinnung von Aluminium wird der gemahlene Bauxit mit wässriger Natronlauge vermischt und bei ca. 150 °C zur Reaktion gebracht, um es von den Fremdbestandteilen wie Eisen- und Siliziumoxid zu trennen.
Befahranlagen dienen zur Reinigung und Wartung von Fassaden, die aufgrund ihrer Dimensionen nicht über Einzelanschlagpunkte, Spannseile oder sonstige mobile Geräte zu erreichen sind. Befahranlagen bestehen aus Reinigungskörben, fahrbaren Leitern und Schienen, die horizontal an der Außenwand befestigt werden.
Anlage, die sicherstellt, dass sämtliche Bereiche einer Fassade gereinigt und gewartet werden können. Befahranlagen sind Kran-, Schienen- oder Gondelsysteme.
Verglasung, die planmäßig als Boden einer Verkehrsfläche gilt. An begehbare Verglasungen werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Trag- und Resttragfähigkeit gestellt. Die Ausbildung der Oberfläche muss rutschhemmend sein. Meist ergeben sich große Glasdicken und aus Gründen der Resttragfähigkeit Mehrfachlaminate.
Für begehbares Glas muss Verbundsicherheitsglas (VSG) mit mindestens drei Scheiben verwendet werden. Die oberste Scheibe darf nicht zur Lastabtragung herangezogen werden, da sie aufgrund der Begehbarkeit mechanischen Schädigungen unterliegt und eine reduzierte Festigkeit besitzt. Sie dient als Schutz für die darunterliegenden tragenden Scheiben und sollte aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bestehen.
In der Regel versteht man unter einer beheizten Fassade Hohlkammerprofile, die der statischen Lastabtragung dienen und in denen, wie in Standardheizkörpern, Wasser zum Wärmetransport geführt wird. Vorteile einer beheizten Fassade sind die gleichmäßige Abgabe von Wärmeenergie und die Reduktion von Kaltluftzonen im Fassadenbereich.
Mitteilung an den Auftraggeber zur Anzeige einer bauseitigen Störung, die die geplante Abwicklung einer vertraglich geschuldeten Leistung behindert. Die Behinderungsanzeige hat eine Informations-, Warn- und Schutzfunktion.
Bei der Herstellung von Beinglas wird der Glasmasse Knochenmehl beigemischt. Das Glas erhält dabei ein milchiges Aussehen.
Kräfte, die auf ein Bauwerk einwirken, können in unterschiedlichen Formen auftreten. Anhand ihrer Wirkungsweise werden Belastungen in Punkt-, Linien-, Flächen- oder Volumenkräfte eingeteilt.
Sonderform des Satteldaches, bei der eine Dachfläche steiler geneigt ist als die andere.
Mit Desoxidationsmitteln (Si, Mn, AI) oder nach einer Vakuumbehandlung vergossener Stahl, der aufgrund der Desoxidationszusätze in der Kokille ohne Kochen und Funkensprühen erstarrt.
Der Beschattungskoeffizient oder auch b-Faktor ist eine Rechengröße, die für die Berechnung von Kühllasten nach der VDI-Richtlinie 2078 benötigt wird. Es gilt: b = g / 0,8. Der b-Faktor wird auch Shading Coeffizient genannt.
Beschichtungen sind so unterschiedlich und vielseitig wie die Materialien der Fassadenkonstruktionen selbst, auf denen sie eingesetzt werden. Allen gemeinsam ist ihre materialschützende- und -beeinflussende Wirkung.
Beschlagornamente werden aus Bändern, Leisten und Rosetten gebildet, die wie aufgenietete Metallbeschläge wirken. Beschlagornamente sind Zierbeschläge ohne technische Funktion.
Beton ist ein Gemisch aus Zement, Zuschlag (Sand, Kies, Splitt) und Wasser. Bei der Reaktion von Zement mit Wasser (Hydratation) wird der Zuschlag durch das entstehende Kristallgitter verzahnt und kann so große Druckkräfte übertragen. Beton wird aufgrund der deutlich schwächeren maximalen Zugbelastung oft mit Bewehrungsstahl verstärkt (Stahlbeton).
Alternativ: Sandwichpaneel. Mehrschichtige Fassadentafeln aus hochtragfähigem Beton mit geringen Wanddicken. Aufgrund der Vorfertigung lassen sich hohe Oberflächengüten erreichen.
Bauteil, das in den Bewehrungsstahl eingeflochten wird, um anschließend Bauteile daran zu befestigen. Der Einlegeteil wird so konstruiert, dass die wirkenden Kräfte optimal in den Beton eingeleitet werden.
Betonfenster sind schlanke Fensterrahmen aus Beton, die in der Regel mit Fixverglasung, jedoch auch mit Lüftungsflügeln versehen, als vorgefertigte Teile in einem Bauwerk eingesetzt werden können.
Betonglas ist eine andere Bezeichnung für Glasstahlbeton und wird bei der Herstellung von Sonderdeckenelementen verwendet. Hierunter versteht man eine Konstruktion, bei der Glas in Ortbeton oder Betonfertigteile eingefasst und fest mit Beton verbunden ist.
Betonstahl dient als Bewehrung von Stahlbeton und wird in die Schalung einbetoniert. Frühere Bezeichnungen sind Armierungseisen oder Moniereisen.
Verglasungen, die planmäßig nur von einem eingeschränkten, speziell geschulten Personenkreis betreten werden. Hierzu zählen zum Beispiel Dachverglasungen, die nur zu Reinigungszwecken betreten werden. Es gelten gegenüber begehbaren Verglasungen verminderte Anforderungen an die Tragfähigkeit und die Resttragfähigkeit.
Siehe: Dehnfuge.
Durch in die Zwischenschicht von Verbundsicherheitsglas eingebettete Bewehrungselemente wird auch bei VSG aus ESG ein hohes Maß an Resttragverhalten, auch bei hohen Bauteiltemperaturen, gewährleistet. Bewehrungselemente können sein: Stahldrähte und -geflechte, Lochbleche usw. Bewehrtes Verbundsicherheitsglas befindet sich im Versuchstadium.
Eine Bewehrung oder Armierung ist die Verstärkung eines Objekts durch ein anderes, das eine höhere Druck- oder Zugfestigkeit bzw. eine größere Haltbarkeit gegenüber weiteren Einflüssen der Umwelt, z. B. Wasser, Frost, chemische Stoffe usw., besitzt.
Bewehrungsstahl oder Betonstahl dient als Bewehrung von Stahlbeton und wird in die Schalung einbetoniert. Frühere Bezeichnungen sind Armierungseisen oder Moniereisen.
Der Biegeversuch nach DIN 50 111 dient zur Beurteilung des Verformungsvermögens von Schweißverbindungen. Dabei werden nacheinander gezielt die unterschiedlichen (Werkstoff-)Bereiche Schweißnaht, Wärmeeinflusszone und Grundwerkstoff auf ihre Verformungsfähigkeit geprüft.
Festigkeitswert, der besonders bei spröden Werkstoffen (Grauguss) ermittelt wird. Der Probestab liegt mit beiden Enden auf und wird in der Mitte belastet. Für die Abnahme ist die Biegefestigkeit unverbindlich.
Beim Biegen wird ein Material durch Biegekräfte plastisch umgeformt. Das Verfahren wird angewandt, um Bleche, Rohre, Profile, Drähte und Stabwerkstoffe umzuformen.
Beim Umformen des Stahles durch Biegen, Falzen oder Kanten ist ein materialimmanenter Radius einzuhaltenden, damit der Stahl an der Oberfläche nicht reißt.
Biegesteifigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Bauteils, Momente aufzunehmen und zu übertragen. Die Biegesteifigkeit eines Stahlbauträgers ergibt sich aus dem Flächenträgheitsmoment 2. Grades I des Trägers. Mehrere Träger können sich in einem Knoten treffen. Nun kann es erforderlich sein, über den Knoten hinweg ein Moment zu übertragen.
Die Biegezugfestigkeit bezeichnet bei einer Beanspruchung auf Biegung die maximale aufnehmbare Spannung eines Werkstoffs. Ist die eingebrachte Biegespannung an einem Bauteil größer als seine Biegezugfestigkeit, so wird das Gefüge des Werkstoffs zerstört. Dies kann zum statischen Versagen der Konstruktion führen.
Bindemittel sind Stoffe, durch die Feststoffe mit einem feinen Zerteilungsgrad (z. B. Pulver) miteinander bzw. auf einer Unterlage verklebt werden. Bindemittel werden meist in flüssiger Form den zu bindenden Füllstoffen zugesetzt.
Ein Anstrich aus Bitumen wird als Feuchtigkeitsschutz von Bauteilen (z. B. Kelleraußenwände) und als Schutz von Metallen (Eisen, Stahl) vor Korrosion oder Holz vor Verwitterung verwendet.
Blankstahl wird durch Entzundern und der anschließenden Kaltformung aus warmgewalztem, seltener aus geschmiedetem Stahl hergestellt und weist eine blanke, glatte Oberfläche sowie eine wesentlich größere Maßgenauigkeit auf als warm geformte Stahlprodukte.
Die blaue Glasfarbe entsteht durch das Hinzufügen von Eisenoxid und/oder Kobalt. Blaues Glas ist relativ weit verbreitet, neben Produkten für die Baubranche auch für dekorative Haushaltsgegenstände.
Um gekantete Blechverkleidungen herzustellen, benötigt man in der Fertigung die Blechabwicklung, d. h. die Größe und Form des Blechzuschnittes, der dann von der Fertigung mittels Kanten in die vom Kunden gewünschte Endform gebracht wird.
Arten der Blechumformung sind das Biegeumformen, Tiefziehen, Ziehen und auch das Stanzen.
Zur Gruppe der Bleigläser gehören das Kristall- und Bleikristallglas. In der Zusammensetzung wird anstelle von Kalziumoxid ein höherer Anteil an Bleioxid eingesetzt. Bleigläser sind leichter schmelzend und haben eine höhere Dichte. Da bleihaltige Gläser eine besonders hohe Lichtbrechung erreichen, eignen sie sich gut für den Glasschliff.
Bleihaltige Gläser weisen eine besonders hohe Lichtbrechung auf, die Verzierungen und Schliff vorteilhaft wirken lassen. Blei- oder Kristallglas ist daher ein bevorzugtes Material für Trinkgläser, Vasen, Schalen und Lüster.
Die besondere Technik der Bleiverglasung beruht auf die Einfassung kleinteiliger eingefärbter, bemalter oder geätzter (sandgestrahlter) Glasscheiben durch verlötete Bleibänder (den sogenannten Bleiruten) zu einer ganzen Scheibe, die anschließend in Fenster oder Türen eingesetzt wird.
In der Regel zeigt eine Fassade die innere Gliederung bzw. den Querschnitt des hinter ihr liegenden Baukörpers. Als Blendfassade kann diese aber auch die bauliche Struktur des Gebäudeinneren verschleiern.
Trübende altersbedingte Zersetzungserscheinung, meist einer auf der Glasoberfläche aufgebrachten Schicht (Spiegel). Bei Isolierglas entsteht das Erblinden häufig durch das Undichtwerden des Randverbundes.
Diskontinuierliches Urformverfahren, bei dem die Schmelze satzweise in Kokillen abgegossen wird und darin erstarrt.
Der Blower-Door-Test ist ein Winddichtigkeitstest bei Wohngebäuden. Bei geschlossenen Fenstern und Außentüren wird mit einem Ventilator bei konstantem Unterdruck (50 Pascal) Raumluft aus dem Haus geblasen. Diese entweichende Raumluftmenge wird gemessen. Ermittelt wird die sogenannte Luftwechselzahl n50.
Bodentürschließer schließen Anschlag- und Pendeltüren – auch Feuerschutzvarianten – aller Materialien und Gewichte.
Ein Bogendach besteht aus nur einer gebogenen Dachfläche. Der Querschnitt entspricht dabei einem Kreisbogen mit einem Öffnungswinkel <180 Grad. Somit ist das Bogendach flacher als ein Tonnendach.
Bohrschrauben werden angewendet, wenn man verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Härtgraden miteinander verbinden will. Bohrschrauben kommen beispielsweise zum Einsatz, wenn eine Kunststoffplatte auf eine Metallunterkonstruktion befestigt wird. Bohrschrauben besitzen am Schaftanfang zusätzlich eine Bohrspitze zum Bohren des Grundlochs. Sie können bis zu 10 mm dicke Bleche durchbohren.
Glasbohrungen sind in fast jedem Durchmesser möglich, in der Regel ab 4 bis 6 Millimeter. Die Bohrungen können für Sonderanwendungen innen geschliffen und poliert sein. Bei Sicherheitsglas sind Mindestabstände zu beachten.
Unter einem Bolzen versteht man ein Maschinenelement zur gelenkigen Verbindung von Werkstücken. In der Verbindung wird der Bolzen in der Regel nicht auf Zug, sondern überwiegend auf Scherung belastet. Bolzen können verschraubt oder durch Splinte in der Verbindung gehalten werden.
Beim Bolzenschweißen wird zwischen einer Stirnfläche des Bolzens und dem Werkstück ein Lichtbogen gezündet, beide Teile werden dabei lokal angeschmolzen und anschließend unter geringem Anpressdruck gefügt.
Borosilikatglas ist ein chemikalien- und temperaturbeständiges Glas, das für Glasgeräte in Laboren und in der chemischen Verfahrenstechnik verwendet wird.
Fester Rohstahl mit rechteckigem Querschnitt. Die Breite beträgt mindestens das Zweifache der Dicke. Halbzeug für Blech und Warmbreitband. Man unterscheidet: Roh- und Vorbramme.
Brandüberschlag ist die Bezeichnung für die Brandausbreitung durch ein Überschlagen der Flammen, Funken oder durch Hitzeeinwirkung (Strahlungshitze) von Fassadenöffnung zu Fassadenöffnung bzw. von Bauteil zu Bauteil. Ein Brandüberschlag kann in vertikaler, aber auch in horizontaler Richtung erfolgen.
Eine Brandschutzbeschichtung isoliert das zu schützende Objekt vor Brand- und Hitzeeinwirkung durch Aufschäumen.
Brandschutzfenster sind Fensterelemente, die in ihrer Gesamtkonstruktion aus Fensterrahmen, Verglasung, Abdichtungen, Montagetechnik über einen bestimmten Zeitraum einem Feuer Widerstand leisten können. Sie werden nach der Funktion des verwendeten Glases (Brandschutzglas) und den notwendigen Feuerwiderstandsklassen eingeteilt.
Brandschutzklassen werden mit dem Buchstaben T bei Türen oder F bei Fixverglasungen gekennzeichnet. Darauf folgt die Zeit, die die Konstruktion dem Brand standhalten muss.
Gläser im System (mit Rahmen, Dichtungen und Befestigungsmitteln), die den Flammen- und Brandgasdurchtritt für einen bestimmten Zeitraum verhindern, nicht aber den Durchtritt von Hitzestrahlung und die Gefahr der Selbstentzündung von Gegenständen hinter der Verglasung.
Eine Brandwand teilt ein Gebäude in mehrere Brandabschnitte ein. Bei weichen Bedachungen ist eine Brandwand auch über die Dachhaut hinaus zu führen.
Mittels Brünieren wird eine Schutzschicht auf eisenhaltigen Oberflächen erzeugt, um Korrosion zu vermindern. Durch Eintauchen der Werkstücke in saure bzw. alkalische Lösungen oder Salzschmelzen bilden sich Mischoxidschichten aus Eisenoxiden von tiefschwarzer Farbe. Eine Brünierung ist keine Beschichtung.
Die Abdeckung horizontaler Flächen auf Brüstungen mit Blech hat mit einem geringen Innengefälle zu erfolgen, sodass kein Wasser auf der Abdeckung stehen bleibt.
Vormontierte, aus miteinander verbundenen Elementen bestehende, nicht geschosshohe Baugruppe, einschließlich der Ausfachungen.
Building Research Establishment Environmental Assessment Method. Britisches Bewertungssystem zur Zertifizierung umweltrelevanter Gesamtleistungen eines Gebäudes und Leitfaden für Entwurfs- und Managementprozesse. BREEAM ist eines der international verbreitetsten Zertifizierungssysteme mit lokalen Anpassungen, u. a. für die Golfregion oder Resteuropa.
Stahlträger, die im Stahlbau, z. B. Hallen-, Brücken-, Industrie- und Gewerbebau, eingesetzt werden.
Brettschichthölzer sind verleimte Hölzer aus mindestens 3 Brettlagen in gleicher Faserrichtung. Brettschichtholz wird vorwiegend im Ingenieurholzbau verwendet. Binder aus Brettschichtholz werden als Brettschichtbinder oder Leimbinder bezeichnet.
Bronze ist eine Legierung aus Kupfer, die meist Zinn, aber manchmal auch andere Metalle enthält. Bronze gilt als eine der ersten von Menschen hergestellten Legierungen. Heute werden aus Bronze Siebbleche, Lagerbuchsen, Fittings und Propeller von Schiffen und Booten hergestellt.
Die bronzene Glasfarbe entsteht durch das Hinzufügen von Selen. Bronzefarbenes Glas wird häufig zur Dämpfung der Helligkeit eingesetzt oder aus dekorativen Gründen in der Innenarchitektur.
Computerprogramm zum Betrachten von Internetseiten oder allgemein von Dokumenten und Daten.
Das Bruchbild wird gebildet durch den Verlauf der Risse einer zerbrochenen Glasscheibe. Je nach Veredelungstyp ergeben sich verschiedene Bruchbilder. ESG zerfällt zum Beispiel in viele kleine Bruchstücke, während TVG sehr große Glasscherben bildet. Im Zuge der Normierung werden für ESG und TVG bestimmte Bruchbilder gefordert.
Wird auch statische Festigkeit genannt. Sie ist in der Festigkeitslehre die mechanische Spannung, die unter gleichmäßiger Steigerung der Belastung bei einem Bauteil zum Bruch führt.
Abkürzung für Bodentürschließer.
Veralteter Begriff; Buntmetall wird ausschließlich für Schwermetalle auf Kupferbasis verwendet.
Qualitätstest für Structural-Glazing-Silikon. Der Test ist bei jeder Inbetriebnahme einer Mischanlage durchzuführen bzw. nach dem Verrühren von Basis- und Katalysatorkartuschen. Zweck dieses Tests ist es, die Mischqualität des Silikons zu überprüfen.
Eine Butyldichtung ist eine Randabdichtung von Isoliergläsern.
Mundgeblasene und geschleuderte runde Glasscheibe mit einem Durchmesser von 5 bis 15 cm. Wird als Bleiverglasung eingesetzt (Butzenfenster, Butzenglas).