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Glossar - unser Wissen von A bis Z

Es wurden 65 Begriffe in M gefunden.

Maßstab

Als Maßstab bezeichnet man in der Technik das Verhältnis zwischen der abgebildeten Größe und der entsprechenden tatsächlichen Größe. In der Architekturplanung wird üblicherweise der Maßstabsbereich von 1:1 (Details) bis 1:500 (Übersichten, Außenplanungen) verwendet.

MAG-Schweißen

Schweißverfahren, bei dem ein Lichtbogen unter einer aus aktiven, nicht brennbaren Gasen gebildeten Schutzglocke brennt. Die abschmelzende Drahtelektrode wird von Rolle zugeführt, möglich sind die manuelle Führung des Brenners bis hin zu vollautomatischen Schweißautomaten. Eingesetzt wird dieses Verfahren bei unlegierten Stahlwerkstoffen.

Magnetischer Winkelfixierer

Dient zum Fixieren von zwei Metallteilen im festen Winkel, um sie z. B. zu verschweißen.

Magnetit

Magnetit ist ein Eisenerz, das einen hohen Gehalt an Eisen aufweist. Im Magnetit sind die Eisen- und Sauerstoffatome sehr fest miteinander verbunden.

Magnetpulverprüfung (MT)

Die Magnetpulverprüfung (MT) dient zum Nachweis von Fehlstellen an der Oberfläche oder nah der Oberfläche in magnetischen Materialien, vorwiegend ferritischer Stahl und ferritisches Eisen.

Mangan

Mangan ist ein chemisches Element, das bereits in der Antike in der Glasherstellung genutzt wurde. Mangan wird zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit eines Werkstoffes eingesetzt.

Manganoxid

Manganoxid oder Braunstein ist eine chemische Verbindung aus Mangan und Sauerstoff. Bekannt auch als Glasmacherseife dient es während der Glasproduktion zur Entfernung des gelbgrünen Stichs, der durch geringe Mengen an Eisensilikaten im Rohmaterial entstanden ist.

Mansarddach

Dachform, bei der die untere Dachfläche wesentlich steiler geneigt ist als die obere. Dadurch lässt sich das Dachgeschoss räumlich besser nutzen.

Marmorglas

Bezeichnet umgangssprachlich ein Opakglas, das durch die Vermischung von harmonisierenden Farben ein dem Marmor ähnliches Aussehen aufweist. In Österreich wurde diese Glasart bis in die Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts erzeugt.

Martensit

Martensit ist ein ferromagnetisches metastabiles Gefüge in Metallen, das diffusionslos und athermisch durch eine kooperative Scherbewegung aus dem Ausgangsgefüge entsteht.

Maschinenbaustahl

Maschinenbaustähle sind allgemeine Baustähle. Nach EN 10027 wird den Maschinenbaustählen der Kennbuchstabe E vorangestellt.

Massivbau

Ein Massivbau bezeichnet im Bauwesen eine Form des Tragwerks, bei der raumabschließende Elemente wie Wände und Decken auch die statisch tragende Funktion erfüllen.

Mastercarre

Gussglasspezialität (kleine eingeprägte Quadrate).

Masterline

Gussglasspezialität (eingeprägte Längsrillen).

Masterray

Gussglasspezialität (kleine eingeprägte längliche Rechtecke).

Materialermüdung

Die Materialermüdung beschreibt einen langsam voranschreitenden Schädigungsprozess in einem Werkstoff unter Umgebungseinflüssen, wie wechselnden mechanischen Belastungen, wechselnden Temperaturen, eventuell unter zusätzlicher Einwirkung eines korrosiven Mediums.

Mattglas

Durchscheinendes Glas, das Licht diffus streut. Die Oberfläche von Mattglas ist durch mechanische (Sandstrahlen) oder chemische Einwirkung (Ätzen) aufgeraut.

Mattieren

Oberflächenbearbeitung des Glases durch Ätzen, Sandstrahlen oder Schleifen.

Maut- und Energiezuschlag

Zuschlag bei der Preiskalkulation auf Lieferleistungen aufgrund von Lkw-Maut und erhöhten Energiekosten. Die Zuschläge richten sich nach dem Glasgewicht.

Mäller

Gemisch aus Erz – ggf. Schrott – und Zuschlägen, das von der Gicht in den Hochofen chargiert wird.

Mehrfeldbelüftung

Bei der Mehrfeldbelüftung sind mehrere übereinanderliegende Fassadenfelder nicht gegeneinander abgedichtet, sondern hier sind Riegel und Pfosten über seitlich geöffnete Glasfalze miteinander verbunden. Anfallendes Wasser fließt von den Riegeln zu den Pfosten und über die Pfostenfußpunkte nach außen.

Mehrscheiben-Isolierglas

Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) ist ein aus zwei oder drei Scheiben bestehendes Isolierglas. Zwischen den Scheiben verbleibt ein luftdicht abgeschlossener Scheibenzwischenraum, der mit Edelgasen wie Argon oder Krypton gefüllt ist.

Mehrscheiben-Sicherheitsglas

Seltene Bezeichnung von Verbundsicherheitsglas.

Membran

Eine Membran ist eine Trennschicht. Man unterscheidet zwischen undurchlässigen (impermeabel), teilweise undurchlässigen (semipermeabel oder selektiv permeabel) in einer Richtung durchlässigen (unidirektional) oder durchlässigen (omnipermeabel) Membranen. Zur Verwendung von Membranen als Baustoff, siehe Membranbau.

Membranbau

Beim Bauen mit Membranen werden Polyestergewebe mit PVC-Beschichtung, Glasfasergewebe mit PTFE-Beschichtung, PVC-Foil oder ETFE-Folien als Dach- bzw. Fassadenflächen eingesetzt. In der Regel wird der Membranbau als sogenanntes Weitspanndach ausgeführt. Membrankonstruktionen werden statisch ausschließlich auf Zug belastet. Durch die Vorspannung wird sowohl eine faltenfreie Konstruktion als auch die Aussteifung der Membranhaut möglich.

Membrantechnologie

Im Bauwesen (Hochbau) eingesetzte Technologien und Bauweisen leichter Flächentragwerke (Schalen, Membranen), welche - im Fall der druckbeanspruchbaren Schale - aufgrund geeigneter konstruktiver Randausbildung keine Biegebeanspruchungen (Biegestörungen) aufweisen oder welche - im Fall der ausschließlich zugbeanspruchbaren Membran - keine Druck- oder Biegebeanspruchungen aufnehmen können. Die in Relation zu ihrer Fläche sehr dünne Membran entzieht sich diesen Beanspruchungen durch Faltenbildung oder durch den Abbau einer aufgebrachten Vorspannung.

Messing

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Messing ist etwas härter als reines Kupfer und im Gegensatz zu Stahl- und Aluminiumlegierungen nicht durch Wärmebehandlung aushärtbar.

Messingverglasung

Die Messingverglasung entspricht weitestgehend der Bleiverglasung. Der Unterschied liegt in der Verwendung von messingüberzogenen Bleisprossen statt reinen Bleisprossen. Die Oberfläche der Sprossen sieht so wertiger aus als bei reiner Bleiverglasung.

Metallisches Glas

Metallische Gläser sind Legierungen, die auf atomarer Ebene eine amorphe Struktur aufweisen. Diese für Metalle sehr ungewöhnliche Atomanordnung hat eine einzigartige Kombination physikalischer Eigenschaften zur Folge. Metallische Gläser sind gewöhnlich härter, korrosionsbeständiger und fester als normale Metalle, jedoch fehlt ihnen in der Regel die metallübliche Verformbarkeit.

Metalllamellensystem

Mit Lamellen kann die Verteilung von Licht und Schatten an Gebäuden beeinflusst werden. Mit Metalllamellen lässt sich der Tageslichteinfall in die Innenräume regeln.

Metallschutzgasschweißen

Das teilmechanische Metallschutzgasschweißen (MSG), auch MIG- oder MAG-Schweißen genannt, ist ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem der abschmelzende Schweißdraht von einem Motor mit veränderbarer Geschwindigkeit kontinuierlich nachgeführt wird. Gleichzeitig mit dem Drahtvorschub wird der Schweißstelle über eine Düse das Schutz- oder Mischgas zugeführt.

Metallspreizdübel

Bei diesen Dübeln wird eine Klemmwirkung aktiviert; dadurch bleibt der Dübel im Bohrloch stecken. Sie wird erzeugt, indem ein Konus in eine Spreizhülse eingetrieben wird; die Hülse wird so auseinandergedrückt. Metalldübel sind tragfähiger und sicherer als jene aus Kunststoff, da sie wesentlich höhere Spreizkräfte auf die Wand übertragen können.

MIG

Siehe Mehrscheiben-Isolierglas.

MIG-Schweißverfahren

Metallschweißen mit inerten Gasen.

MIGUTRANS Fugenkonstruktionen

Oberflächengeriefte Aluminium-Abdeckprofile mit gelochten und gerieften Befestigungsschenkeln und elastischen Gummidichtungen aus synthetischem Kautschuk.

Mikro- und Makroschliff

Beim Anfertigen von Makroschliffen wird eine Werkstoffprobe feingeschliffen und mit entsprechenden Makroätzmitteln geätzt. Dabei können Grobstrukturen, wie z. B. Lagenzahl und -aufbau einer Schweißnaht sowie Nahtfehler, Einhärtezonen von oberflächengehärteten bzw. einsatzgehärteten Teilen oder Gussstrukturen, sichtbar gemacht werden.

Mikrolegierter Stahl

Mikrolegierter Stahl sind unlegierte Vergütungsstähle, denen z. B. Vanadium und/oder Niob oder Titan in Mengen zulegiert ist, die unter den Grenzwerten für legierte Stähle liegen.

Milchüberfangglas

Farbloses Glas mit einer milchig getrübten Überzugsschicht (Überfang).

Mindestrandabstand

Der Mindestrandabstand bezieht sich auf den Abstand zwischen Außenkante und Bohrung. Dieser errechnet sich durch den Faktor x (je nach Material) mal dem Bohrungsdurchmesser.

Mineralfaser

Mineralfasern sind anorganische Fasern. Sie können natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein. Mineralfasern können häufig für textile Anwendungen verwendet werden, z. B. für Mineralwolle oder zum Weben von Asbest.

Mineralglas

Die Bezeichnung Mineralglas wird häufig verwendet, um Uhrenglas gegen die sehr viel weicheren Kunststoffgläser und die sehr viel härteren Saphirgläser abzugrenzen.

Mineralwolle

Mineralwolle ist ein Dämmstoff aus Glas- und Steinwolle und nichtbrennbar.

Minikräne

Fahrbare Minikräne für Innen- und Außeneinsatz besitzen bodenschonende Stützarme und Gummiketten. Die Miniraupenkräne finden ihren Einsatz bei schlammigem Untergrund, steile Hügel und überall, wo es eng ist (z. B. in Innenräumen) oder ein geringes Auflagegewicht (z. B. Marmorboden) wichtig ist.

Missfärbungen

Missfärbungen von Glas resultieren aus Verunreinigungen der Rohstoffe. Schon geringste Verunreinigungen führen zu eventuell unerwünschten Farbstichen. Um Missfärbungen zu vermeiden, kann man das Glas entfärben. Dabei unterscheidet man die chemische und die physikalische Entfärbung.

Mitteldichtung

Ein im Fensterblendrahmen umlaufendes profiliertes Band aus elastischem Dichtungsmaterial trennt über eine Vorkammer den Außen- vom Innenbereich. Die im Flügelrahmen zur Innenseite eingesetzte Anschlagdichtung dient als Zusatzdichtung.

Mittlere Schichtdicke beim Anodisieren

Mittelwert einer vorher festgelegten Anzahl von Messungen an verschiedenen Messpunkten, die auf der sichtbaren Oberfläche eines einzelnen anodisierten Bauteils verteilt liegen.

Modellscheiben

Alle Scheibenformen, die vom Quadrat bzw. Rechteck abweichen (genormt).

Modellzuschlag

Siehe Formzuschlag.

Modularität

Modularität (auch Bausteinprinzip oder Baukastenprinzip) ist die Aufteilung eines Ganzen in Teile, die als Module, Bauelemente oder Bausteine bezeichnet werden.

Moiré-Effekt

Optisches Phänomen, das unter bestimmten Lichtverhältnissen als welliges, geripptes oder kreisförmiges Muster auftreten kann. Der Moiré-Effekt kann auch erzeugt werden, wenn eine Scheibe mit einem sich wiederholenden Muster auf einer anderen Scheibe platziert wird und die Muster nicht aufeinander abgestimmt sind.

Molekularsieb

Molekularsieb ist das Trockenmittel, das im Isolierglas-Abstandhalter eingefüllt wird und für die permanente Entfeuchtung des Scheibenzwischenraumes sorgt. Das Molekularsieb besitzt ein begrenztes Vermögen, Feuchtigkeit aufzunehmen, deshalb ist die Lebensdauer eines Isolierglases endlich.

Molybdän

Molybdän ist ein chemisches Element. Die Durchhärtbarkeit von Stählen wird durch einen Molybdänanteil von 0,2 % erhöht, dabei wird die Anlassversprödung behindert. Wegen der bei hohen Temperaturen Gefüge stabilisierenden Wirkung wird Molybdän in Werkstoffen für hohe Betriebstemperaturen verwendet.

Mondglas

Mondglas bezeichnet eine halbrunde, mondähnliche Glasscheibe, die aus einem mundgeblasenen, durch schnelles Drehen relativ großen, flachen Glaskörper geschnitten wird. Sie ist gekennzeichnet durch ihre rundlaufende Struktur. Der Mittelteil, das Ochsenauge, wurde als Butze verwendet. Diese Herstellungsart ist heute nicht mehr üblich.

Monitoring

Langzeitüberwachung an Bauwerken. Hierbei können Verformungen, Lagerkräfte, Dehnungen usw. über einen langen Zeitraum überwacht und aufgezeichnet werden. Die gewonnenen Ergebnisse können direkt in neue Projekte einfließen. Weiterhin ist eine Früherkennung von Schäden möglich.

Monolithisch

Einfacher homogener Scheibenaufbau (im Gegensatz zum Doppelverbund wie bei VSG).

Montage

Als Montage in der industriellen Fertigung bezeichnet man den planmäßigen Zusammenbau von Bauteilen und/oder Baugruppen zu Erzeugnissen bzw. zu Baugruppen höherer Erzeugnisebenen.

Montageanweisung

In einer Montageanweisung wird die komplette Montage einzelner Teile zu einem Bauteil beschrieben. Zur Montageanweisung gehören neben der Montagereihenfolge weitere Informationen für die Monteure. (z. B. Glasklotzung, Folienverklebung, durchzuführende Tests usw.).

Montagepfosten

Spezielle Pfostenausbildung bei Pfosten-Riegel-Fassaden, die als Elementfassaden ausgebildet werden. Zwischen den einzelnen Elementen ist dabei ein (geteilter) Montagepfosten angeordnet, der jeweils zur Hälfte zu einem Element gehört.

Montageschaum

Umgangssprachlich auch Bauschaum genannt. Wird zur Montage und zur Befestigung von Bauelementen, wie Fenster- und Türelementen, eingesetzt.

MS-Polymere

MS-Polymere sind silikonfreie Kunststoffe und können somit eine hydrophile Funktion der gesamten Glasoberfläche bis zur abgedichteten Fuge sicherstellen. MS-Polymere bestehen aus Polypropylenoxid mit Silan-Endgruppen.

Muffe

Eine Muffe ist ein Bauelement zur unterbrechungsfreien Verbindung zweier Rohre oder Kabel. Befestigungsbauteile mit Innengewinde, die mehr als zweimal so lang wie der Innendurchmesser sind, werden auch als Gewindemuffen bezeichnet.

Muldendach/Paralleldach

Aneinanderreihung von Satteldächern.

Multifunktions-Isolierglas

Multifunktions-Isolierglas erfüllt Anforderungen an die Wärmedämmung sowie auch an die Schalldämmung und den Einbruchschutz.

Mundblasverfahren

Glasherstellung mittels Glasmacherpfeife. Wird noch zur Fertigung vieler Farb- und Spezialgläser bzw. im Kunsthandwerk ausgeübt.

Musterfassade

Musterfassaden werden angefertigt, um Entwurf und Gestaltung zu überprüfen und um konstruktive Mindestanforderungen an der Fassade zu testen. Alle wesentlichen Elemente und Verbindungen sollten im Detail an der Musterfassade zu sehen sein.

sedak