seele


Glossar - unser Wissen von A bis Z

Es wurden 55 Begriffe in R gefunden.

Radarreflexionsdämpfung

Die Radarreflexionsdämpfung dient der Dämpfung von an Gebäuden reflektierenden Primär- und Sekundarsignalen von Radarsignalen. Die Anforderungen zur Radarreflexionsdämpfung von Gebäuden werden von der deutschen Flugsicherung formuliert.

Raffstore

Raffstores sind außen angewandte Bauteile für den aktiven Sonnenschutz.

Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag ist eine Vereinbarung zwischen juristischen oder natürlichen Personen, die z. B. eine Zusammenarbeit, ein Auftraggeber-Auftragnehmer-Verhältnis oder ein Verkäufer-Käufer-Verhältnis, betreffen. Meistens werden diese vereinbart, um grundsätzliche Aspekte der Zusammenarbeit zu regeln, jedoch weiterhin Freiraum für Einzelfälle zu behalten.

RAL

Normierungssystem des RAL-Instituts. Die RAL-Nummern wurden eingeführt, um verschiedene Farbtöne in einer Norm zusammenzufassen. Jedem Farbton wurde eine vierstellige Farbnummer zugewiesen. Die Norm greift auf eine Tabelle mit 40 Farbtönen zurück. Der Vorteil dieser Norm ist die vereinfachte Kommunikation zwischen Kunden und Lieferanten.

Randbewehrung

Bei einer Bewehrung handelt es sich grundsätzlich um die Verstärkung eines Werk- oder Baustoffes in Bezug auf das Bauwesen. Zum Beispiel kann in Beton, der zunächst nur gering widerstandsfähig gegen Zugkräfte ist, Stahl eingelegt werden. Mit dieser Stahleinlage wird erreicht, dass diese zusätzliche Zugkräfte oder Druckkräfte aufnehmen kann.

Randentschichtung

In Abhängigkeit vom Schichtsystem wird im Randverbundbereich von Gläsern die Beschichtung in der Regel durch Schleifen entfernt. Dadurch können Bearbeitungsspuren sichtbar werden, sodass sich diese Glasfläche vom nicht entschichteten Bereich unterscheidet. Dies gilt auch für den Glasüberstand bei Stufenisolierglas.

Randklemmhalter

Randklemmhalter umschließen den Rand der Verglasung u-förmig. Für Randklemmhalter wird keine Glasbohrung benötigt. Ein umlaufendes Elastomer muss den Glas-Metall-Kontakt dauerhaft verhindern. Der Glaseinstand ist, auch unter Last, sicherzustellen.

Randseil

Ein Randseil hat die Aufgabe, die Lasten aus einer Membranfläche in die jeweiligen Eckpunkte abzuleiten. Die Membrane bekommt am entsprechenden Rand eine Tasche aufgeschweißt, in der das Randseil verläuft.

Randverbund

Bei Isolierglasscheiben wird der Scheibenzwischenraum durch einen umlaufenden, abgedichteten Abstandshalter, den sogenannten Randverbund, konstruktiv gehalten. Der Randverbund besteht in der Regel aus einem Abstandhalteprofil aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff. Der Randverbund wird mittels Polyisobutylen mit der Scheibe verklebt.

Rapid Prototyping

Deutsch: schneller Prototypenbau; Verfahren, ein Werkstück (Formteil) ohne lange Fertigungszeiten direkt aus dem 3-D-Modell herstellen zu lassen. Das Werkstück wird dabei schichtweise bis zur endgültigen Form aufgebaut. Je nach Verfahren können unterschiedliche Eigenschaften abverlangt werden.

Rauchschutzgläser (R-Verglasungen)

Sind rauch- und flammendichte Abschlüsse mit Glas. Bei Hitze zerfallen diese Gläser nicht sofort, sondern halten noch eine gewisse Zeit die Fluchtwege frei. Der Feuerwiderstand bei R-Gläsern variiert von 30 bis 60 Minuten (R30 bis R60).

Rauchschutzklassen

Rauchschutzklassen werden mit dem Buchstaben G bei Türen oder R bei Fixverglasungen gekennzeichnet. Darauf folgt die Zeit, die die Konstruktion dem Rauch standhalten muss.

Rauchschutztür

Eine Rauchschutztür (RS) ist eine selbstschließende Tür, die im Brandfall verhindern soll, dass Rauchgase sich durch ein Gebäude verbreiten. Begriffe und Anforderungen für Rauchschutztüren sind in der DIN 18095 Teil 1 formuliert.

Rauschmelze

Darunter versteht man die erste Phase des Glasschmelzprozesses, das Aufschmelzen des Gemenges bis zu dem Zeitpunkt, wo die Masse durchsichtig wird.

Römische Waage (H-Zugproben)

Die Römische Waage ist eine Hebelvorrichtung, die es ermöglicht, kostengünstig eine H-Prüfung (Festigkeitsprüfung) bei Structural-Glazing-Verklebungen durchzuführen. Die H-Prüfkörper werden bis zum Bruch getestet. Die Zugfestigkeit beim Bruch sollte mindestens 0,70 MPa betragen.

Röntgendurchstrahlungsprüfung

Zerstörungsfreies Werkstoffprüfverfahren. Energiereiche Strahlung durchdringt feste Körper größtenteils geradlinig. Typische Fehler bei Schweißnähten werden sichtbar: Risse, Hohlräume, Einschlüsse, Einbrandkerben, Bindefehler, Versatz, unvollkommene Durchschweißung usw.

Röntgenschutzglas

Röntgenschutzglas gehört zur Strahlenschutzverglasung. Diese bietet mit 70 % Bleigehalt einen optimalen Schutz vor Röntgenstrahlung für Bedienpersonal in Medizin und Industrie und wird hauptsächlich innerhalb von Gebäuden mit trockener und beheizter Luft eingesetzt. Eine Verarbeitung zu Isolierglas zur Nutzung als Außenverglasung ist jedoch möglich.

Rückschnitt

Modellscheiben mit einem spitzen Winkel werden produktionsbedingt mit einem Rückschnitt ausgeführt.

Redundante Tragwerke

Bei redundanten Tragwerken kann ein Element die Funktion eines anderen ausgefallenen Elementes übernehmen.

REFA

Der REFA-Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung e. V. ist die älteste Organisation für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung sowie betriebliche Weiterbildung.

Reflektierende Beschichtung

Metallische Beschichtung, die einseitig auf die Glasfläche aufgetragen wird.

Reflexion

Beschreibt die Strahlenmenge, die beim Auftreffen auf das Glas zurückgeworfen wird.

Refloglas

Allgemein bekannt als Mattglas beschreibt diese Bezeichnung gleichzeitig den Effekt von Refloglas. Es reduziert zwar Spiegelungen durch seine geätzte Oberfläche, sorgt aber auch gleichzeitig dafür, dass sämtliche Farben matt und blass wirken. Heute wird dieses Glas deshalb nur noch selten bei der Bildeinrahmung verwendet.

Regelraster

Fassaden werden oftmals in ein gleichmäßiges Raster eingeteilt, um viele gleiche Fassadenelemente zu erhalten. Dies bringt vor allem bei der Fertigung, dem Transport und der Montage wesentliche Vorteile. Randbereiche können und müssen meistens von diesem Regelraster abweichen, um den Anschluss an angrenzende Bauteile herzustellen.

Regen-Wind-induzierte Schwingungen

Schwingungen, die bei frei gespannten Seilen auftreten können.

Regenfallleitung

Außen liegende Leitungen zum Ableiten des Niederschlagswassers von Dachflächen, Balkonen und Loggien.

Reißdehnung

Gibt an, bei welcher Dehnung ein Werkstoff versagt. Beispielhaft ist hier PVB zu nennen, das eine Reißdehnung von ca. 250 % hat. Das heißt, dass der Werkstoff sich um das 2,5-Fache längt, bevor es zum Versagen kommt. Die Reißdehnung wird meist nur bei Elastomeren und anderen sehr dehnbaren Stoffen angegeben.

Reibkorrosion

Die Reibkorrosion ist eine Sonderform von Korrosion, bei der in Abwesenheit von korrosiven Medien unter trockenen Umgebungsbedingungen ein Stoffumsatz an der metallischen Oberfläche stattfindet, der durch geringfügige Relativbewegung zweier aneinandergepresster Oberflächen entsteht. Charakteristisches Merkmal ist eine schwarze Verfärbung an der Korrosionsstelle.

Reibschweißen

Beim Reibschweißen wird die Wärme, die durch Reibung entsteht, zum Schweißen genutzt. Dazu wird auf einer Reibschweißmaschine eines der zu verbindenden Teile in Drehung versetzt und dann gegen das ruhende Teil gedrückt.

Reindichte

Auch Skelettdichte, absolute oder wahre Dichte genannt; bezeichnet die Dichte des stofflichen Teils eines Körpers beliebigen Aggregatzustandes.

Rekristallisationsglühen

Das Rekristallisationsglühen wird als Verfahren angewandt, wenn ein durch Kaltverformung verzerrtes Gefüge wieder in einen unverzerrten Gefügezustand zurückgeführt werden soll. Durch mehrere Stunden langes Glühen bei 550–650 °C bildet sich ein völlig neues Gefüge aus.

Relaxation

Ist das Vermögen eines Werkstoffes, bei gleichbleibender Dehnung die Spannung abzubauen.

Relaxationszeit

Die Relaxationszeit ist ein Begriff aus der Viskoselastizitätstheorie zur Beschreibung des viskoselastischen Materialverhaltens, z. B. von Glas im Glasübergangsbereich.

Reststandsicherheit

Unter der Reststandsicherheit versteht man, dass das Glaselement im Zerstörungsfall unter bestimmten Einbaubedingungen ohne zusätzliche Belastung über einen begrenzten Zeitraum stehen bleibt.

Resttragfähigkeit

Bezeichnet das Vermögen einer Konstruktion, auch nach einer teilweisen Zerstörung Lasten abtragen zu können. Resttragfähigkeiten werden im Bereich des Glasbaus bei begehbaren Gläsern, Absturzsicherungen und Überkopfverglasungen gefordert. Es gelten unterschiedliche Regelungen zur Reststandzeit und Belastungsgröße.

Revitalisierung

Durch Revitalisierung wird zum Beispiel ein Gebäude wieder in einen benutzbaren Zustand versetzt. Dabei wird meist auch der Nutzungszweck geändert.

Riegel

Ein Riegel ist ein horizontales Bauteil. Es erfüllt als Bestandteil einer Pfosten-Riegel-Fassade die Funktion des Lastabtrages des Eigengewichtes der Scheiben. Hierzu werden Glasauflager, meist aus Flachblech, an den Riegel befestigt. Weiterhin werden auch die auf die Verglasung wirkenden Windlasten abgetragen.

Rigole

Eine Rigole ist ein Entwässerungsgraben, in den Oberflächenwasser (Regenwasser) eingeleitet und abgeführt wird. Eine Rigole wird überwiegend aus Schotter- oder Kiespackungen hergestellt, kann aber auch mit Kunststoffteilen aufgebaut werden. Sie werden überall dort eingesetzt, wo sich aufgrund von Versiegelung Wasser ansammelt und abgeführt werden muss.

Ringmutter

Mutter, an deren Seiten ein Ring, stehend zum Gewinde, ausgeformt ist.

Ringschraube

Schraube mit Gewindezapfen und geschlossenem Ring. Wird als Einhängevorrichtung zum Anheben von schweren Teilen (z. B. Fassadenelementen) verwendet.

Rinnenheizung

Diese Heizung kann am Boden einer Rinne angebracht werden. Sie sorgt dafür, dass der Boden der Rinne immer frei von Eis und Schnee bleibt, damit Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Die selbstregelnden elektrischen Heizanlagen werden über Temperatur- und/oder Feuchtefühler gesteuert.

Rodierte Kanten

Die Kantenoberfläche ist durch Schleifen ganzflächig bearbeitet. Rodierte Kantenflächen haben ein mattes Aussehen. Blanke Stellen und Ausmuschelungen sind nicht zulässig.

Rohbau

Als Rohbau bezeichnet man im Bauwesen ein Bauwerk, dessen äußere Kontur einschließlich der Dachkonstruktion fertiggestellt ist, das jedoch noch keinen Ausbau des Inneren erfahren hat.

Rohdichte

Die Rohdichte, auch geometrische Dichte oder Raumgewicht genannt, ist die Dichte eines porösen Festkörpers, basierend auf dem Volumen einschließlich der Porenräume.

Roheisen

Ein Vorprodukt der Stahlerzeugung. Das Roheisen ist gekennzeichnet durch einen Kohlenstoffgehalt von 4 bis 4,7 % und Begleitelemente wie Phosphor, Schwefel, Silizium und Mangan.

Rohglas

Gewalztes Gussglas mit gering gemusterter Oberfläche.

Rohr

Hohlkörper mit meist kreisrundem Querschnitt, dessen Länge in der Regel wesentlich größer als sein Querschnitt ist.

Rohrmutter

Konstruktionsteil zur Verbindung von Rohren mit Schraubgewinde nach DIN 431.

Rohstahl

Flüssiges oder festes Roherzeugnis, verwendet für Stahlguss oder in Form von Rohblöcken.

Rollentürband

Türband, das im Falz montiert wird, sodass von außen nur ein schmaler Zylinder sichtbar ist.

Roller-Waves

Während des Vorspannprozesses läuft das heiße Glas unter ständiger Bewegung auf Rollen. Das führt dazu, dass der Abkühlprozess nicht vollkommen homogen ist. Bei thermisch vorgespannten Gläsern sind unter bestimmten Lichtverhältnissen produktionsbedingte, optische Verzerrungen zu beobachten, die auch Roller-Waves genannt werden.

Rost

Rost ist die umgangssprachliche Benennung von Korrosion, die aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht. Rost ist porös und schützt nicht vor weiterer Zersetzung. Die Verwitterung von Werkstoffen aus Eisen verursacht weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe.

Rostfreier Stahl

Ist ein allgemeinsprachlicher Ausdruck für eine Gruppe von korrosions- und säurebeständigen Stahlsorten. Diese Stähle sind auch bekannt unter der korrekteren Bezeichnung nicht rostender Stahl.

RTS

Abkürzung für Rahmentürschließer.

RWA (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen)

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen dienen zur Entrauchung von öffentlichen Gebäuden im Dach- und Fassadenbereich, damit im Brandfall das Auffinden der Fluchtwege erleichtert und giftige Rauchgase abgeleitet werden. Es handelt sich dabei um sicherheitsrelevante Gebäudeeinheiten, deshalb müssen bei der Dimensionierung die gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt werden.

sedak