Es wurden 179 Begriffe in S gefunden.
Die Laminierung erfolgt bei seele sedak im Verfahren des sogenannten Sackverbundes. Damit verbunden sind geringe Toleranzen, hohe Kantenqualitäten und die Reduktion eines möglichen Delaminationsrisikos.
Flachglas oder Tafelglas mit einer Dicke von bis zu 1,8 Millimeter. Eine weitere Bezeichnung ist Dünnglas.
Dreischichtiges Verbundblech mit schwingungsdämpfenden Eigenschaften.
Übliche im Bauwesen verwendete Sandwichkonstruktionen bestehen aus einem Schaumkern und zwei metallischen Deckschichten. Durch den Verbund (Haftung oder Verklebung) der Deckschichten mit dem schubsteifen Kern ergibt sich für das Sandwichpaneel eine hohe Tragfähigkeit und eine große Steifigkeit.
Saphirglas ist das härteste aller Gläser und besteht aus synthetisch hergestelltem Saphir.
Mattieren der Glasoberfläche durch Säureätzen bzw. Sandstrahlen.
Das Satteldach ist die am häufigsten anzutreffende Dachform in kalten und gemäßigten Zonen. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten waagrechten Kante, dem Dachfirst, aufeinandertreffen.
Mithilfe einer Sauganlage können Glasscheiben montiert werden, indem Saugteller mithilfe von Unterdruck (Vakuum) an der Scheibe befestigt werden, um so die Scheibe anzuheben und zu transportieren. Sauganlagen können, je nach Ausführung, mehrere Tonnen Gewicht halten und sind bei Bedarf auch dreh- oder kippbar.
Eine Saugbatterie ist ein Zusammenschluss von mehreren einzelnen Vakuumsaugern zu einem großen Verband. Meist werden die Einzelsauger in einem Mehrkreissystem angesteuert, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Die Tragfähigkeiten können so mehrere Tonnen erreichen. Auf diese Weise können selbst große und schwere Glaselemente verarbeitet werden.
Ein Saugnapf ist ein technisches Gerät aus teilweise elastischem Material, das sich mittels Unterdruck an einer glatten Fläche festsaugen kann. Im Fassadenbau wird mittels Vakuum ein Saugnapf an eine Glasscheibe geheftet, um sie besser transportieren zu können.
Entgraten der Schnittkanten. Die Kantenoberfläche bleibt unbearbeitet.
Eine Schale ist ein flächiges Tragwerk, das einfach oder doppelt (räumlich) gekrümmt ist und Belastungen sowohl senkrecht, als auch in seiner Ebene aufnehmen kann. Mit einer Schalenkonstruktion lässt sich der Materialaufwand einer Tragkonstruktion minimieren.
Das Schalldämmmaß R ist ein logarithmisches Maß und beschreibt das Vermögen eines Bauteils, den Schall zu dämmen. Der baurelevante Bereich liegt zwischen 100 bis 3.150 Hz (Hertz). Das bewertete Schalldämmmaß Rw ist das 10-fache logarithmische Verhältnis von der auf das Bauteil auftreffenden Schallleistung zur vom Bauteil abgegebenen Schallleistung. Eine Verbesserung der Schalldämmung um 10 dB entspricht einer Halbierung der Schallleistung.
Schall entsteht, wenn Körper in schallschwingende Bewegungen versetzt werden. Schall breitet sich gleichmäßig um die Schallquelle herum aus, wenn ihm kein Hindernis den Weg versperrt. Schall kann sich nicht im luftleeren Raum ausbreiten. Dagegen pflanzt er sich fort, sobald durch die Druckstöße die Teilchen eines Körpers ins Schwingen geraten.
Der Schallpegel ist eine Verhältniszahl, also eine dimensionslose physikalische Größe. Die Einheit (dB) ist nach Graham Bell, dem Erfinder des Telefons, benannt.
Der Schallschutz ist durch umfangreiche DIN-Normen festgelegt. Im Wesentlichen geht es dabei um die Vermeidung von Lärm (TA-Lärm, Geräuschverhalten von Armaturen usw.), Abschirmung gegen Lärm von außen (Schallschutzfenster) und die Vermeidung von Schallübertragung im Haus. Die im Baubereich üblichen Frequenzen gehen von ca. 100 Hz bis ca. 4.000 Hz.
Verglasungen können durch verschiedene Techniken besonders schalldämmend gestaltet werden. Hierzu gehört z. B. der Einsatz spezieller Zwischenschichten (PVB-Folien), ein unsymmetrischer Aufbau von Verbundsicherheitsglas (VSG), ein großer Scheibenzwischenraum, ggf. mit Schwergasbefüllung, und eine geringere Scheibenfestigkeit. Auch die Ausbildung der Unterkonstruktion der Verglasung hat Einfluss auf den Schallschutz. Die kennzeichnende Größe für den Schallschutz ist das bewertete Schalldämmmaß R.
Schallschutz wird durch asymmetrische Anordnung unterschiedlicher Glasdicken, eine Gasfüllung mit Schwergas im Scheibenzwischenraum sowie Verwendung von VSG oder Gießharz-Verbundscheiben erreicht.
Thermisch aufgeschäumter Wärmedämmstoff aus silikatischem Glas mit geschlossenem Zellgefüge. Die Grundeigenschaften wie Ausdehnungs- und chemische Beständigkeit entsprechen denen des Silikatglases. Schaumglas ist wasserdampfdiffusionsdicht.
Widerstand, den ein Festkörper tangentialen Scherkräften entgegensetzt. Die Scherfestigkeit gibt die maximale Schubspannung an, mit der ein Körper vor dem Abscheren belastet werden kann.
Die Schichtkorrosion ist eine schichtartig verlaufende, selektive Korrosion, die je nach Art der Legierung transkristallin oder interkristallin und in sensiblen Bereichen vorzugsweise in Ebenen parallel zur Walzebene verläuft. Das flächenhafte Aufblättern entsteht durch die sich bildenden Korrosionsprodukte.
Eine Schiebelehre oder Schublehre ist ein Längenmessgerät. Es gibt analoge und digitale Schiebelehren. Sie finden ihren Einsatz hauptsächlich in der Metallindustrie.
Zweidimensionaler Profilzuschnitt in der Fertigung (doppelte Gehrung).
Beschreibt das Widerstandsvermögen einer Fenster- oder Fassadenkonstruktion gegenüber dem Eindringen von Regenwasser. Die Klassifizierung ist in der DIN EN 12208 geregelt.
Klassisches Hilfsmittel im Innenausbau, um für die Montage von Bauteilen eine gerade Linie zu erzeugen.
Begriff aus der Baustatik. Stabilitätswert speziell für Bauteile wie Betonpfeiler oder Stahlstützen. Siehe Knicken.
Als Schlüsselweite bezeichnet man den Abstand zweier paralleler Flächen, die meist zur Drehmomentübertragung mittels Formschluss dienen.
Ein Schleppdach ist die pultdachförmige Erweiterung einer Dachfläche über die Traufe hinaus.
Beim Schleudergießen wird das flüssige Metall in eine sich drehende rohrförmige Kokille (Metallform) gegossen. Dabei bewirkt die Fliehkraft eine Verdichtung des Gefüges und dadurch eine Erhöhung der Festigkeit. Durch Schleudergießen werden zylindrische und kegelförmige Werkstücke, wie z. B. Rohre, hergestellt.
Modul eines automatischen Türantriebs, das die leicht zueinander verzögerte Schließung der beiden Flügel von Anschlagtüren veranlasst. Dadurch wird ein Verklemmen der Türflügel verhindert.
Ein Schließverzögerungsventil verringert im Öffnungsbereich von etwa 70–120 Grad die Schließgeschwindigkeit, um Behinderten oder Personen mit sperrigen Lasten ausreichend Zeit zum Passieren zu geben. Ab ca. 70 Grad schließt die Tür wieder mit der eingestellten Schließgeschwindigkeit.
Schlösser halten die Türen im Anschlag fest und schützen vor fremdem Zugriff. Wie bei Fenstern und Türen werden auch Schlösser nach der Lage der Bänder benannt: Bänder auf der linken Seite = DIN links; Bänder auf der rechten Seite = DIN rechts.
Schmelzwärme bzw. Schmelzenergie bezeichnet die Energie, die benötigt wird, um eine Stoffprobe von dem festen in den flüssigen Aggregatzustand zu überführen. Dabei werden Bindungskräfte zwischen Molekülen bzw. Atomen überwunden, ohne deren kinetische Energie und damit ihre Temperatur zu erhöhen.
Dachform, bei der beide Dachflächen eine gemeinsame innen liegende Traufe haben. Ist als Gegenstück zum Satteldach zu sehen.
Warmumformung durch hämmernde oder pressende Werkzeuge ohne bleibende Verfestigung.
Die Schmiedetemperatur liegt bei etwa 80 % der Schmelztemperatur des verwendeten Materials, d. h. etwa 500 °C bei Aluminiumlegierungen und 1.200 °C bei unlegierten Stählen.
Unbearbeitete gerade Kante (Schnittkante).
Unter Schraubensicherung werden Maßnahmen verstanden, die das Lösen oder Lockern einer Schraubenverbindung durch äußere Einflüsse, z. B. Schwingung (Vibration), Korrosion, Setzen der Verbindung, verhindern sollen. Dies wird in der Regel durch zusätzliche (meist mitverspannte) Bauelemente, spezielle Formelemente oder Klebstoff realisiert.
Kanal, in dem eine Schraube zur Befestigung eines Profils geführt wird.
Wertstoff mit hohem Metallgehalt, der nicht nur als Kühlmittel, sondern auch als sogenannter Sekundärrohstoff bei der Stahlerzeugung eingesetzt wird.
Beim schubsteifen Randverbund werden die Innen- und Außenscheibe einer Verglasung über ein statisch tragendes Profil miteinander verklebt. Hierdurch erhält der gesamte Scheibenverbund eine höhere Stabilität. Siehe: Randverbund.
Klasse der Flachgläser, die aufgrund speziellen Aufbaus oder spezieller Oberflächenbehandlung Wärme, UV-Strahlung, Schall, radioaktive Strahlung ganz oder teilweise zurückweisen und/oder absorbieren.
Schwefelhexafluorid ist ein sogenanntes schweres Gas (SF6), das beim Einsatz in Isolierglas eine Erhöhung der Schalldämmung zur Folge hat.
Der Begriff Schweißbarkeit bezeichnet die Eigenschaft, den Stoffschluss an einem Bauteil durch ein schweißtechnisches Fertigungsverfahren herbeizuführen. Die Schweißbarkeit eines Bauteils hängt von der Schweißeignung des Werkstoffs, der Schweißeignung der Fertigung und der Schweißsicherheit der Konstruktion ab.
Beschreibt die Eignung oder Nichteignung eines Werkstoffes für das Schweißen. Gut schweißbar sind unlegierte und niedrig legierte Stähle mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Mit Sonderschweißverfahren sind auch die hoch legierten Stähle sowie Aluminium- und Kupferlegierungen schweißbar.
Die Fähigkeit eines Materials, eine untrennbare Verbindung mit einem anderen oder demselben Werkstoff einzugehen, die mittels Schweißen hergestellt wird.
Schweißen ist das unlösbare Verbinden von Werkstücken und Bauteilen unter Anwendung von Wärme oder Druck. Beim Schmelzschweißen werden die Grundwerkstoffe bis zur Verflüssigung erhitzt und so verbunden.
Verbindungsstelle zweier durch Schweißen verbundener Werkstückkanten.
Vorbereitung zur Herstellung einer Schweißverbindung, wobei die Fügeteile in geeigneter Weise zur Herstellung der Schweißnaht vorbereitet sind.
Schweißparameter und Schweißbedingungen werden während einer Probeschweißung überwacht. Das Probestück wird umfangreichen zerstörungsfreien und zerstörenden Versuchen unterzogen. Bei positiven Prüfergebnissen werden alle Schweißparameter in einem Bericht (WPQR) dokumentiert. Dieser dient als Grundlage für die endgültige Schweißanweisung.
Entsteht beim Abkühlen von Schweißteilen. Ist besonders bei langen Schweißnähten und dünnwandigen Bauteilen ein Problem. Schweißgerechtes Konstruieren hilft, dieses Problem zu minimieren oder zu vermeiden.
Beton, dessen Trockenrohdichte von 2,8 bis 4,5 kg/dm³ reicht. Schwerbeton entsteht aus einem Gemisch von Zement, Zuschlag und Wasser.
Am häufigsten verwendeter Estrich in Büro- und Wohnräumen. Schwimmender Estrich liegt auf einer Trittschall- bzw. Wärmedämmung und hat keine direkte Verbindung zur darunterliegenden Stahlbetonsohle, Decke bzw. Unterkonstruktion. Damit wird eine schall- oder Wärme übertragende Verbindung zum restlichen Gebäude verhindert.
Das beim Gießen gegossene Stück erkaltet und das Material schwindet dabei, das bedeutet, es zieht sich zusammen. Darum muss das Modell um das Schwindmaß größer sein als das fertige Werkstück. Man arbeitet dabei mit sogenannten Schwindmaßstäben.
Schwingungsanfällige Bauwerke oder -teile können durch Schwingungstilger vor schädigenden Einflüssen geschützt werden. Die Schwingungen können dabei durch Personen, Wind oder Erdbeben verursacht werden. Besonders leichte Fassadenkonstruktionen können schwingungsanfällig sein, hier kann dann der Einbau eines Schwingungstilgers erforderlich sein.
Als Schwitzwasser wird Tauwasser bezeichnet, das sich auf der Innenseite von Außenbauteilen niederschlägt, wenn deren Oberflächentemperatur den Taupunkt der Raumluft unterschreitet.
Glas hat Seele im wahrsten Sinne des Wortes. Der Name seele steht für Einfallsreichtum, Innovation, formgebende Vollendung und höchste Qualität im Zusammenhang mit Glas. seele kooperiert weltweit mit namhaften Architekten und Auftraggebern, ist immer bestrebt, das Unmögliche möglich zu machen, und hat sich zu einem verlässlichen Partner etabliert.
Halter zur Befestigung einer Glasscheibe an der Unterkonstruktion. Die Befestigung erfolgt über ein in den Randverbund der Isolierglasscheibe eingelassenes U-Profil und ist im eingebauten Zustand nach Versiegelung der Glasfuge nicht mehr sichtbar.
Seigerungen treten bei unberuhigten Stählen auf. Sie beeinträchtigen die Schweißeignung. Seigerungszonen sind vor allem am Übergang von Flansch zu Steg bei I-Profilen oder in der Mitte von Bandstahl zu finden. Beim heute weitverbreiteten beruhigten Stahl treten keine Seigerungen mehr auf.
Bei diesem Konstruktionstyp einer Glasfassade wird die herkömmliche Unterkonstruktion (z. B. aus Stahl oder Alu) durch ein filigranes Seilnetz ersetzt und dadurch optisch weitestgehend entmaterialisiert. Mittels spezieller Halterungen werden die Glasscheiben an der Seilkonstruktion befestigt. Dieser Fassadentyp besticht durch Leichtigkeit und Transparenz.
Seilklemmen sind verschraubbare Verbindungen für Seile und werden fast ausschließlich für Stahlseile verwendet.
Seilkonstruktionen werden bei der filigranen Konstruktion von Dächern, Fassaden und Brücken eingesetzt. Auf diese Weise sind außergewöhnliche technische und ästhetische Leistungen möglich.
In Sekundärtragwerke werden keine Lasten aus dem Primärtragwerk eingeleitet. Das Versagen des Sekundärtragwerkes bewirkt nur den Teileinsturz des Gebäudes oder Bauteils. Typische Sekundärtragwerke sind: nicht zur Aussteifung beitragende Decken und Wände, Dachaufbauten und Fassadenelemente. Auch Absturz sichernde Verglasungen sind Sekundärtragwerke.
Sekurit ist die Markenbezeichnung für ein Einscheiben-Sicherheitsglas. Sekurit gilt weltweit als erstes Einscheiben-Sicherheitsglas.
Diese neue Art von Glas, das einen geringeren Pflegeaufwand zeigt, wird durch eine gezielte Modifikation der Oberflächen erzeugt. Hydrophobe, hydrophile, fotokatalytische Eigenschaften oder auch der Lotuseffekt werden eingesetzt.
Bei der selbstsichernden Schraube ist einseitig in einer Nut ein Ring aus Kunststoff eingesetzt, der sich beim Anziehen an die Schraube anschmiegt und so ein selbstständiges Lösen z. B. durch Vibration verhindert. Solche Muttern sind in der Anwendung temperaturbegrenzt und nur einmal verwendbar.
Die selektive Korrosion ist eine Korrosionsart, bei der bevorzugt bestimmte Gefügebestandteile, wie z. B. Ausscheidungen an Korngrenzen, den Korrosionsprozess steigern. Selektive Korrosion ist der Oberbegriff für Korrosionsformen, wie etwa interkristalline Korrosion und Schichtkorrosion.
Die Selektivität S ist das Verhältnis der Lichtdurchlässigkeit TL (in %) zum Gesamtenergiedurchlassgrad g (in %): S = TL / g.
Die Selektivitätskennzahl S bezeichnet im Glasbau das Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit zum Gesamtenergiedurchlassgrad g.
Punkthalter, der eine Verglasung über eine durchdringende Bohrung hält. Die Bohrung für den Senkhalter kann abschnittsweise zylindrisch und teils konisch hergestellt werden.
Ein Server ist ein zentral genutzter Computer, auf dem ein oder mehrere Computerprogramme laufen.
Setzbolzen dienen der Verbindung von Bauteilen, z. B. können so Stahlprofilbleche mit der Unterkonstruktion aus Stahl oder Stahlbeton befestigt werden. Je nach Verwendungszweck gibt es verschiedene Ausführungen, die sowohl lösbare als auch unlösbare Verbindungen ermöglichen. Setzbolzen werden durch „Aufschießen“ mit der Unterkonstruktion verbunden.
Eine Art der Schraubensicherung. Eine Setzsicherung gewährleistet über die Einsatzdauer der Schraubverbindung, dass die aufgebrachte Vorspannkraft in der Schraube weitestgehend erhalten bleibt. Ein Losdrehen der Verbindung wird vollständig verhindert. Also Setzsicherung gelten z. B. Keilzahnscheiben.
SentryGlas (SG) von DuPont ist eine Folie, die im Vergleich zu herkömmlicher PVB-Folie wesentlich höhere Festigkeitswerte, auch bei Temperaturen mehr als 70 °C, besitzt. Sie wird seit 2002 in Europa eingesetzt.
Siehe Beschattungskoeffizient.
Shadoglass ist ein Beschattungssystem für Fassaden, bestehend aus Glaslamellen, die automatisch dem Sonnenstand nachgeführt werden. Die Sonnenschutzwirkung ergibt sich aus der Reflexions- und Absorptionsfähigkeit des Lamellenmaterials.
Hinter der Isolierglasscheibe eingesetztes farbiges Alublech bzw. Paneel in Glasfassaden. Es verdeckt hinter dem Element liegende Betondecken bzw. abgehängte Decken. Die optische Tiefenwirkung hinter der Isolierglasscheibe bleibt beim Blick von außen erhalten.
Dachform, die vor allem bei großflächigen Bauten, wie zum Beispiel Fabrikhallen, zum Einsatz kommt. Durch die Aneinanderreihung von kleinen pult- oder satteldachartigen Aufbauten bleibt die Dachhöhe insgesamt gering.
Zink-Diffusions-Verfahren, um Zink-Eisen-Schichten auf eisenhaltigen Werkstücken zu bilden. Dies dient dem Korrosionsschutz.
Zwischenlage aus Metall oder Kunststoff. Mit Shims werden Fertigungstoleranzen bzw. Fertigungsabweichungen von Bauteilen bei der Montage ausgeglichen.
ShockWatch-Indikatoren werden durch die seele group vor allem beim Transport von sensiblen Produkten eingesetzt. Es handelt sich um Aufkleber für Packstücke, die auf Erschütterungen reagieren. Hiermit kann im Falle eines Transportschadens, z. B. von Glasscheiben, nachvollzogen werden, wer in der Transportkette einen Schaden verursacht hat.
Eine Sicherheitsfolie wird meist zwischen zwei Glasscheiben geklebt; es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Sicherheitsfolie nachträglich anzubringen. In erster Linie dienen Sicherheitsfolien dazu, dass sich im Zerstörungsfall keine Glassplitter lösen.
Bereich der elektromagnetischen Strahlung, mit Wellenlängen von 380 bis 780 nm Wellenlänge, für die das menschliche Auge empfindlich ist.
Sichtbeton ist Beton, der nicht verputzt oder verblendet wird und dessen Ansichtsflächen meist gestalterische Funktionen erfüllen und ein bestimmtes Aussehen haben sollen.
Mit dem keramischen Siebdruck werden Farbflächen und Bildmotive gedruckt. Für Motivdrucke können auch Dias oder Fotos digitalisiert werden. Die Bildinhalte werden auf ein Drucksieb belichtet und anschließend bei 700 °C gebrannt. Der keramische Siebdruck ist lichtecht, lösungsmittelbeständig und abriebfest. Die Temperaturbeständigkeit beträgt bis zu 200 °C.
Abkürzung für Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan. Er dient zur Umsetzung der EG-Baustellenrichtlinie und soll den Arbeitsschutz auf Baustellen verbessern.
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) ist vom Bauherrn für solche Baustellen zu bestellen, deren Gesamtumfang 500 Personentage (bzw. über 20 Beschäftigte über 30 Tage) überschreitet. Der SiGeKo hat die notwendigen Maßnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festzulegen, zu koordinieren und die Einhaltung zu prüfen (SiGe-Plan).
Silicium ist ein Halbmetall und weist sowohl Eigenschaften von Metallen als auch von Nichtmetallen auf.
Siliciumdioxid (häufig auch: Siliziumdioxid) ist eine Sammelbezeichnung für die Modifikationen der Oxide des Siliciums mit der Summenformel SiO2. Siliciumdioxid ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Glasherstellung.
Glas mit Siliciumdioxid als Hauptkomponente darstellt. Silikatglas nimmt den weitaus größten Anteil in der Glasproduktion ein und umfasst Bleiglas, Borosilikatglas und Kalknatronglas.
Silikon ist die Bezeichnung für synthetische Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind.
Eine Silikonfuge ist eine elastische Verfugung im Baubereich, die mit Dichtstoffen auf Silikonbasis ausgeführt ist. Sie gehören in die Gruppe der Elastomere und sind elastisch und elektrisch schlecht leitend. Eine Silikonfuge darf jedoch nicht als Dampfsperre gesehen werden.
Mit UV-beständigem Silikon wird bei nicht abgedecktem Randverbund eine Isolierglasfassade abgedichtet.
Gesinterte Werkstoffe werden aus Metallpulvern hergestellt, die durch hohen Druck zu Werkstück-Presslingen geformt werden und durch eine anschließende Wärmebehandlung, dem Sintern, ihre Endfestigkeit erhalten.
Die Ausgangswellenform eines elektrischen Wechselstroms. Eine optimale Sinuskurve zeichnet sich durch einen gleichmäßigen Wellenverlauf aus, der über und unter dem Nullpunkt in einer definierten Kurve verläuft.
Modifizierte Ausgangswellenform eines elektrischen Wechselstromes, bei dem der Spannungs- und Stromanstieg in Stufen geschaltet ist (trapezähnlich). Diese Wellenform wird auch sinusähnlich genannt.
Unter Skelettbau versteht man in der Architektur und im Bauwesen eine Art des Tragwerks eines Bauwerks. Dabei wird der Rohbau des Bauwerks aus Elementen zusammengesetzt, die eine primär tragende Funktion haben. Wie bei einem Skelett entsteht so eine Tragstruktur.
Abkürzung für Scher-Lochlaibungsverbindung. Bei dieser Verbindung wird die Schraube auf Zug und Abscheren beansprucht. Eine zusätzliche Schraubensicherung ist aufgrund der fehlenden planmäßigen Vorspannung einzuplanen.
Aufgrund der Bewehrung im Beton können des Öfteren spätere Bohrungen nicht präzise gesetzt werden. Um dies zu erleichtern, wird vorher ein Rohr oder Ähnliches zwischen der Bewehrung platziert. Somit ist gewährleistet, dass die gewünschten Löcher später vorhanden sind.
Abkürzung für Scher-Lochlaibungs-Passverbindung. Die Verwendung einer Passschraube ermöglicht das Übertragen höherer Kräfte über die ansonsten konstruktiv gleiche Verbindung. Bei der Konstruktion müssen Randbedingungen wie zum Beispiel das Lochspiel eingehalten werden. Zusätzliche Schraubensicherungen sind einzuplanen.
Abkürzung für eine planmäßig vorgespannte Scher-Lochlaibungsverbindung. Die Schraube kann dabei auf Zug und Abscheren beansprucht werden. Das Einbringen der planmäßigen Vorspannkraft macht zusätzliche Schraubensicherungen überflüssig.
Abkürzung für planmäßig vorgespannte Scher-Lochlaibungs-Passverbindungen. Die Tragfähigkeit gegenüber einer Verbindung ohne Passschrauben ist erhöht. Durch die zusätzlich zur SLP aufgebrachte planmäßige Vorspannkraft kann auf Schraubensicherungen verzichtet werden.
SMI steht für Standard Motor Interface. Dabei handelt es sich um eine einheitliche Schnittstelle der Gebäudeautomatisierung zur Ansteuerung von elektronischen Antrieben. Diese finden z. B. in Jalousien, Rollläden oder Raffstores Verwendung.
Soda ist eine von sieben Modifikationen der chemischen Verbindung Natriumkarbonat. Das wasserfreie Natriumkarbonat (Na2CO3) wird bei der Produktion von Kalk-Natron-Glas verwendet und dient zur Senkung des Schmelzpunktes von Siliziumdioxid (SiO2).
Soft-Coating ist ein Beschichtungsverfahren, das nicht direkt bei der Floatglasherstellung aufgebracht wird, sondern in einem zusätzlichen Arbeitsschritt – üblicherweise durch Bedampfung oder im Kathodenstrahlverfahren. Soft-Coating-Oberflächen sind empfindlich gegenüber aggressiven Umweltbedingungen und mechanischen Beanspruchungen.
Sogsicherungen sichern Dachverglasungen vor dem Abheben bei Windsogbelastungen. Für normale Belastungen (Schnee, Winddruck, Eigengewicht) ist die Verglasung linienförmig gelagert. Örtliche, tellerförmige Halter sichern die Scheibe gegen Abheben. Sogsicherungen sind als punktförmige Lagerung zu betrachten und auch so zu bemessen.
Solarglas ist ein thermisch vorgespanntes Weißglas für Fotovoltaikmodule.
Der Soll-Ist-Vergleich ist ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung. Es wird die Differenz zwischen Ist- und Sollkosten dargestellt. Hier wird der voraussichtliche Gewinn eines Projektes errechnet.
Eine Sollbruchstelle ist eine vordefinierte und vorbereitete Stelle, an der im Falle der Überbeanspruchung ein Bauteil versagt. Diese Stelle wird so gewählt, dass ein kleinstmöglicher Schaden entsteht.
Sondertoleranzen können mit zusätzlichen Vorkehrungen in der Fertigung realisiert werden und sind im Einzelfall zu vereinbaren. Die für diese Vorkehrungen notwendigen Zusatzaufwendungen sind bei den jeweiligen Toleranzen vermerkt und meist mit Zusatzkosten verbunden.
Fassaden unterliegen meist direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung. Deshalb werden Sonnenschutzanlagen eingebaut, um eine Beschattung zu ermöglichen. Beispiel für Sonnenschutzanlagen sind: Markisen, Lamellen, Jalousien, Rollos und Blenden.
Bei Sonnenschutzglas soll durch eine geeignete Beschichtung der Eintritt von Infrarotstrahlung (Wärme) und Ultraviolettstrahlung (Ausbleichung) nach innen verhindert werden. Die entsprechende Schicht erfolgt auf Glasebene 2 (von außen gerechnet).
Die Sozialversicherung besteht aus Krankenversicherung (7,9 % Arbeitnehmer + 7,0 % Arbeitgeber = 14,9 %), Rentenversicherung (19,9 %), Arbeitslosenversicherung (2,8 %) und Pflegeversicherung (1,95 % + 0,25 % für kinderlose Arbeitnehmer ab dem 23. Lebensjahr). Die Sozialversicherung wird je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt.
Die Spanndrahtbruchortung ist im Bauwesen eine zerstörungsfreie Prüfung. Zur Ortung der Risse wird das Spannglied magnetisiert und das magnetische Streufeld des Spanngliedes an der Betonoberfläche gemessen.
Spannstahl ist ein hochfester Stahl, der unter anderem im Spannbetonbau zum Vorspannen verwendet wird.
Spannstahl ist ein hochfester Stahl, der vor allem im Spannbetonbau zum Vorspannen verwendet wird.
Spannungs-Dehnungs-Diagramme beinhalten grundlegende Informationen über das Festigkeits-, Verformungs- und Elastizitätsverhalten des geprüften Werkstoffs. Sie können sich, abhängig von der Werkstoffart und vom Werkstoffzustand, grundlegend voneinander unterscheiden.
Ein Bruch entsteht, wenn die Spannungen im Glas den Grenzwert überschreiten. Entscheidend ist, durch welche Belastung die Spannungen erzeugt wurden.
Spülgas durchperlt die Schmelze, durchmischt diese und schwemmt dabei die Verunreinigungen an die Oberfläche. Die Spülgasbehandlung mit Argon kann die Vakuumbehandlung ersetzen.
Eine Spezifikation ist eine formalisierte Beschreibung eines Produktes, eines Systems oder einer Dienstleistung. Ziel der Spezifikation ist es, Merkmale zu definieren und zu quantifizieren, mit denen das Werk oder die Dienstleistung des Auftragnehmers bei der Übergabe an den Auftraggeber geprüft und durch den Auftraggeber abgenommen werden kann.
Beim spezifischen Gewicht wird die Masse eines Körpers auf sein Volumen bezogen. Das spezifische Gewicht wird auch als Dichte bezeichnet.
Ein Spiegel ist eine Fläche, die Licht reflektiert und ein Abbild zeigt. Ein Spiegelbild in einem ebenen Spiegel gibt sowohl Längen als auch Winkel wahrheitsgetreu wieder, vertauscht allerdings die ihm zugewandte mit der ihm abgewandten Seite. Klassische Spiegel bestehen heute aus einer mit Aluminium beschichteten Glasplatte.
Gegossenes Glas. Früher Vorstufe zur Spiegelglasherstellung.
Verspiegeltes Glas, das von der helleren Seite zur dunkleren Seite durchsichtig erscheint.
Farblose, leicht brennbare Flüssigkeit, Siedepunkt 78 °C. Lösungsmittel, Reinigungsmittel für Heizzwecke, Treibstoffzusatz
Transparente Folientypen verleihen Floatglas VSG-ähnliche Eigenschaften. Im Falle eines Glasbruchs werden Glassplitter durch die zähelastische Folie vollflächig gebunden.
Phänomen, das bei thermisch vorgespannten ESG-Gläsern auftritt. Die Scheiben zerspringen ohne sichtbare äußere Einwirkung; meist aufgrund des Einschlusses von kaum wahrnehmbaren Nickel-Sulfid-Kristallen, die bereits in der Glasschmelze vorhanden sind. Die einzige derzeit wirksame Methode gegen Spontanbruch ist der Heißlagerungstest.
Typisches Versagensbild von Glas. Durch lokale Überbeanspruchung kommt es zum schlagartigen Versagen des Bauteils ohne Vorankündigung, wie zum Beispiel bei starken Verformungen.
Sprengwirkungshemmende Verglasungen dienen dem Schutz von Personen oder Objekten vor Sprengwirkungen. Sie werden aus mehrschichtigen Verbundgläsern zusammengesetzt. Sprengwirkungshemmende Verglasungen werden nach DIN in die Klassen D1 bis D3 eingeteilt, nach EN 13541 in die Klassen ER 1 bis ER 4.
Beim Spritzverzinken wird ein Zinkdraht durch eine Flamme oder einen Lichtbogen aufgeschmolzen und durch Druckluft zerstäubt auf das Werkstück aufgebracht. Das noch flüssige Zink bildet auf dem Werkstück eine poröse Schicht, die gute Korrosionsschutzeigenschaften aufweist.
Bei der Spritzverzinkung wird die Oberfläche mechanisch mit Zink überdeckt. Die Spritzverzinkung wird dann angewendet, wenn aus technischen oder ästhetischen Gründen eine Feuerverzinkung nicht möglich ist.
Kleinformatige Isolierglaseinheiten, wie sie bei Echtsprossen-Isolierglasfenstern eingesetzt werden, sind höheren physikalischen Belastungen ausgesetzt als großformatige Isolierglasscheiben, die über die Elastizität der Glasscheiben Pump- und Sogbewegungen ausgleichen können.
Im Magnetron-Verfahren wird eine Edelmetallschicht nach dem Produktionsprozess durch Vakuum-Kathodenzerstäubung auf ein Floatglas aufgetragen.
Sputtern (aus dem Englischen: to sputter = zerstäuben) ist eine Beschichtungstechnik und gehört zur Gruppe der PVD-Verfahren (physikalische Gasphasenabscheidung). Abtragen bzw. Abstäuben von Material von einem Feststoff durch energetisches Ionenbombardement (vorwiegend Edelgasionen), um mit dem abgestäubten Material eine Grundlage zu beschichten. Wird auch Kathodenzerstäubung genannt.
Abkürzung für structural sealant glazing. Sondergebiet der Verklebungstechnik. Mit SSG werden Verklebungen im Bauwesen bezeichnet, die planmäßig Lasten abtragen. Hierzu sind besonders in Deutschland umfängliche Nachweise der Dauerhaftigkeit der Verklebung zu erbringen. Reine SSG-Fassaden, bei denen die Gläser nur über Verklebungen gehalten werden, sind in Deutschland nicht zulässig.
Handelsüblicher Begriff für sämtliche Erzeugnisse aus allen Stahlsorten in geraden Stäben, deren Querschnitt über die ganze Länge gleichbleibend ist. Übliche Unterscheidung entsprechend der Herstellungsart nach gewalztem, geschmiedetem und blankem Stahl.
Metallische Legierungen, mit Hauptbestandteil Eisen und einem Kohlenstoffgehalt von 0,02–2,06 %, werden als Stahl bezeichnet. Im Normalfall gilt: Je höher der Kohlenstoffanteil, desto fester – aber auch spröder – ist der Stahl. Als am häufigsten verwendeter metallischer Werkstoff bildet er zudem meist das Primärtragwerk für filigrane Fassadenkonstruktionen.
Bei einem Stahl-Glas-Dach erfolgt der Lastabtrag über Fachwerkwirkung. Den druckbelasteten Obergurt bildet dabei die Verglasung. Der Untergurt und die Füllstäbe bestehen aus Stahl. Die Konstruktion erlaubt sehr filigrane und transparente Dachkonstruktionen. Besonderes Augenmerk ist auf die Resttragfähigkeit und Lasteinleitungen in die Scheiben zu legen.
Stahl-Glas-Konstruktionen wirken in der Regel filigran und leicht. Mit solchen Konstruktionen wurden erstmals ganze Fassadenteile transparent ausführbar. Fassaden aus einer Stahl-Glas-Konstruktion lösten im Gewerbebau seit dem 20. Jahrhundert die klassische Lochfassade als Baustandard ab.
Fachrichtung des Hochbaus, bei dem für den Bau von Tragwerken in erster Linie Stahl zum Einsatz kommt. Die Möglichkeit des Stahlbaus entstand erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Stahl in ausreichender Menge als Baustoff zur Verfügung stand.
Verbundwerkstoff im Stahlbetonbau aus den beiden Komponenten Beton und Bewehrungsstahl. Der Verbund entsteht durch die Verklebung mit dem Bindemittel Zement und die Rippung des Bewehrungsstahls.
Bezeichnet den Teil des Ingenieurbaus, bei dem für den Bau von Tragwerken in erster Linie Stahl zum Einsatz kommt. Dabei werden gewalzte Stahlträger, Bleche und Rohre aus Baustahl und seit relativ kurzer Zeit auch Stahlgussteile durch Nieten, Verschweißen oder Verschrauben miteinander zu einem Tragwerk verbunden.
Ist eine Rahmenkonstruktion, die vorgefertigt auf die Baustelle geliefert wird und nur noch in eine Fassade eingebunden werden muss. So können in kurzer Zeit große Fassaden aufgezogen werden.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Kategorien bei der Herstellung von Rohren: nahtlose und geschweißte Rohre.
Seil, dessen einzelne Litzen aus Stahl hergestellt werden. Das Schlagen (Drehen) der Drähte geschieht auf Verseilmaschinen. Hierbei werden die einzelnen Drähte durch eine Scheibe mit Löchern geführt. Durch die Drehung der Scheibe entsteht aus den einzelnen Drähten ein Stahlseil.
Stahlträger bilden das statische Grundgerüst der meisten Fassaden. Stahlträger gibt es in den unterschiedlichsten Formen, wie z. B. I-Träger, T-Träger, rechteckige oder quadratische Hohlprofile. Stahlträger werden mit dem sogenannten Stranggussverfahren hergestellt und auf die gewünschte Länge geschnitten.
Die Standarddicken von Floatglas aus Kalk-Natron-Silikatglas sind: 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15 und 19 Millimeter. Borosilikatgläser gibt es auch in 7 Millimeter Dicke, aber nicht in 19 Millimeter. Profilbauglas gibt es nur in 6 und 7 Millimeter Dicke.
Standardtoleranzen sind alle jene Toleranzen, die im normalen Produktionsablauf sichergestellt werden können.
Beim Stanzen werden Flachteile aus verschiedenen Werkstoffen (Bleche, Pappe, Textilien usw.) mit einer Presse oder auf Schlag und einem Schneidwerkzeug gefertigt. Das dabei verwendete Trennverfahren ist das Scherschneiden.
Typ eines Punkthalters, bei dem die Glasscheibe starr gehalten wird. Bei der Bemessung muss das Einspannmoment der Glasscheibe berücksichtigt werden. Starre Glashalter bieten eine ungünstige Lagerung bei großformatigen Scheiben.
Prüfvermerk vom Auftraggeber oder Architekten auf der Detailplanung. Bedeutung: zur Ausführung freigegeben.
Prüfvermerk vom Auftraggeber oder Architekten auf der Detailplanung. Bedeutung: zur Ausführung freigegeben, mit der Verpflichtung, die Korrekturen in die Planung aufzunehmen, dem AG eine Durchschrift der Korrekturen zur Verfügung zu stellen und die bezeichneten Prüfvermerke auszuführen.
Prüfvermerk vom Auftraggeber oder Architekten auf der Detailplanung. Bedeutung: nicht zur Ausführung freigegeben. Zeichnung muss (nach Korrekturen) überarbeitet und neu zur Freigabe eingereicht werden.
Eine Stütze ist ein (meist) vertikales Bauteil, das Lasten hauptsächlich in Richtung seiner Längsachse aufnimmt und weiterleitet. Die Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonnorm DIN 1045-1 definiert eine Stütze als stabförmiges Druckglied.
Unterschiedliche Treppenarten haben auch verschiedene Steigungsverhältnisse. Das Steigungsverhältnis hängt von der Auftrittbreite und von der Steigungshöhe ab. Für ein bequemes Gehen ergibt sich das günstigste Steigungsverhältnis durch eine Auftrittsbreite von 290 mm und eine Steigungshöhe von 170 mm (= 30 Grad).
Steildächer haben eine Mindestdachneigung von 22 oder 30 Grad (je nach Bauordnung).
Steilfacetten werden bei Glas und an Spiegeln ausgeführt und kommen besonders bei dicken Gläsern zur Anwendung.
Stickstoff ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Das chemische Element wird mit dem Symbol N und der Ordnungszahl 7 bezeichnet. Im Bereich der Werkstofftechnik benutzt man Flüssigstickstoff, um Austenit in gehärteten Stählen zu beseitigen.
Stiftverbindungen werden hergestellt, indem in eine durch alle zu verbindenden Teile gehende Aufnahmebohrung ein Stift mit Übermaß eingedrückt wird. Stiftverbindungen können drei Arten von Aufgaben übernehmen: Fixieren, Befestigen und Überlastungsschutz. Für die unterschiedlichen Anforderungen steht eine große Anzahl verschiedener genormter Stifte zur Verfügung. Die gebräuchlichsten Stifte sind: Zylinder-, Kegel-, Kerb- und Spannstift.
Eine Stoßfuge entsteht, wenn zwei Glasscheiben entweder plan oder in einem Winkel zueinander verklebt werden. Die Kante der einen Scheibe steht dabei gegenüber der Kante oder der Fläche der anderen Scheibe.
Der horizontal oder vertikal verlaufende starre Griff einer Tür heißt Stoßgriff. Nach Kundenwunsch können Länge, Durchmesser, Anschlusssystem und Oberfläche angepasst werden.
Wasserglasprodukt. Zum Abdichten und Verkieseln von porösem Beton und Mauerwerk. Altbewährtes Abdichtungsmittel für Natursteinmauerwerk, poröse undichte Betonflächen und Verputze. Stonosal dringt in saugfähige Zonen von Beton und Mörtel und bildet Silikonharze sowie aus unverbrauchten Zementkörnern dichtende, wasserunlösliche Kalziumsilikate.
Flachgläser, die bestimmte Bereiche der Strahlung des Sonnenspektrums absorbieren bzw. reflektieren.
Beim Strahlmattieren wird die Glasoberfläche nicht wie bei der Ätztechnik in unterschiedlichen Tönen mattiert, sondern tiefer abgetragen. Die Glasflächen werden unter hohem Druck mit Sand- und Korundkörnern bearbeitet. Entsprechend der Korngröße wird die Oberflächenstruktur aufgereiht. Strahlmattieren hat eine gröbere Wirkung wie Ätzen.
Beim Stranggießen wird Metallschmelze stetig von einem Tiegel in eine Kokille (Metallform) geleitet, in der sie erstarrt. Durch Stranggießen lassen sich Voll- und Hohlprofile herstellen.
Warmumformverfahren, das aus vollen oder vorgelochten Stahlblöcken Profile oder Rohre presst. Der glühende Block wird in einen Druckzylinder geschoben und vom Pressenstempel durch die Matrizenöffnung gedrückt.
Als Strangpressverfahren wird im Metallbau das Herstellungsverfahren von Metall- und Kunststoffprofilen bezeichnet. Rohmaterialien oder bereits vorbehandelte Profile werden durch ein Werkzeug bzw. eine Schablone gepresst und gezogen.
Die Strebe, oder auch Schwertung, ist im Fachwerkbau ein schräg verlaufender Balken zur Erhöhung der Steifigkeit. In der Regel ist er in der Fachwerkschwelle und dem Rähm eingezapft.
Die Streckgrenze Re ist diejenige Spannung, bei der Fließen einsetzt, ohne dass die anliegende Spannung weiter erhöht wird. Kommt es bei Fließbeginn sogar zu einem Spannungsabfall, zeigt der Werkstoff eine obere – ReH – und eine untere – ReL – Streckgrenze.
Menge der elektrischen Ladung. Der geflossene Strom wird in Ampere gemessen.
In den USA entwickelte Verglasungstechnik durch Verklebung; die Verglasung wird ohne außen liegende Befestigungs- oder Sicherungselemente an den Scheibenrändern auf den Rahmen geklebt.
Klebstoff auf chemischer Basis für unterschiedlichste Anwendungen, ein- und zweikomponentig, für die Metallklebung sowie zur Klebung von Spiegeln und zur Glasfalzversiegelung von Holzfenstern.
Bei Stufenisolierglas schließen die Ränder eines Isolierglases nicht bündig ab, sondern eine Scheibe überlappt die andere, etwa zur Verwendung in Dachverglasungen. Siehe auch Stufenkante.
Stufenförmige Ausbildung einer Kante bei Isolierglas. Eine Scheibe ragt über die andere und den Randverbund hinaus.
Zweiflügelige Anschlagtüren, bei denen beide Drehflügel ohne einen Mittelpfosten aufeinanderschlagen. Stulptüren für Wechselverkehr sind häufig für Rechtsverkehr ausgelegt, wobei ein Flügel nach innen und der andere Flügel nach außen öffnet.
Ein Sturz ist ein waagerechter Träger, der entweder aus Holz, Mauerwerk, Stahl oder Stahlbeton über einer Wandöffnung, wie Fenster oder Türen, eingebaut wird. Stürze nehmen den von oben wirkenden Mauerwerksdruck auf und leiten ihn an die seitlichen Mauern weiter.
Siehe Nachunternehmer.
Mit Systemfassaden lassen sich vielfältige Fassadenkonstruktionen auf der Grundlage eines Systems aus gleichartigen Bauteilen herstellen. Systemfassaden sind in der Herstellung und Ausführung kostengünstiger als Sonderlösungen und speziell gefertigte Fassaden.
Abkürzung für Scheibenzwischenraum. Bei Isolierverglasungen wird der Abstand zwischen den Scheiben als Scheibenzwischenraum (SZR) bezeichnet. Im Normalfall beträgt dieser 12 oder 16 Millimeter. Zusammen mit der Wärmeschutzbeschichtung bestimmt die Ausführung des Scheibenzwischenraums im Wesentlichen den U-Wert der Verglasung.