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Glossar - unser Wissen von A bis Z

Es wurden 63 Begriffe in W gefunden.

Wabenträger

Der Wabenträger wird aus einem Walzträger (I-Profil) zusammengesetzt, der vorher im Steg trapezförmig brenngeschnitten wurde. Danach werden die dabei entstandenen Hälften versetzt und zusammengeschweißt. Der so entstandene Wabenträger kann wesentlich höhere Belastungen aufnehmen, da Zug- und Druckzone weiter auseinanderliegen.

Waldglas

Unter Waldglas versteht man grün gefärbte Pottaschegläser. Diese grünliche Färbung erhält das Waldglas aus dem im Quarzsand enthaltenen Eisenoxid.

Walken

Vorbehandlung zur Verhinderung von Fließfiguren bei abgelagerten Blechen. Diese werden vor der Umformung in der Walkmaschine gewalkt und erfahren hierbei eine bildsame Vorbeanspruchung, die einem geringen Kaltwalzgrad vergleichbar ist.

Wallnerlinien

Wallnerlinien entstehen durch das Brechen von Glas auf der Glaskante. Sollen bei einem sauberen Bruch gleichmäßig gerundet über die Bruchkante verlaufen.

Walmdach

Ein Walmdach hat nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite geneigte Dachflächen. Sie werden als Walm bezeichnet.

Walze

Zylindrischer oder profilierter Vollkörper, der als Werkzeug zur Umformung von Metallen eingesetzt wird. Man unterscheidet je nach Funktion Arbeits- und Stützwalzen.

Walzhaut

Beim Warmwalzen entstehende, festhaftende Oxidhaut von blauschwarzer Farbe. Sie bietet einen sehr guten Korrosionsschutz, erschwert aber einen Rostschutzanstrich.

Walzstraße

Fertigungsanlage, bestehend aus einem oder mehreren Walzgerüsten inklusive aller Zuführungs-, Handhabungs- und Trennvorrichtungen.

Warm gebogenes Glas

Glasscheiben, die durch Hitzezufuhr gebogen werden.

Warmbreitbandstraße

Fertigungsstraße zur Herstellung von Warmbreitband. Man unterscheidet drei verschiedene Bauweisen: vollkontinuierliche Warmbreitbänder (fünf bis sechs Vor- und sechs Fertiggerüste) und halbkontinuierliche Warmbreitbänder.

Warme Kante

Bezeichnung für Isolierglas-Abstandshalter mit verbesserten thermischen Eigenschaften.

Warmfassade

Die Warmfassade ist eine einschalige Fassade, deren Schichtenaufbau aus einem oder aus mehreren Materialien besteht. Die einschalige Fassadenkonstruktion übernimmt sowohl den äußeren Witterungsschutz als auch den Wärmeschutz.

Warmfeste Stähle

Stähle, die bei Temperaturen bis etwa 540 °C gute mechanische Eigenschaften (Zeitdehngrenze, Zeitstandfestigkeit, Relaxationswiderstand) unter Langzeitbeanspruchung aufweisen. (Für höhere Temperaturbeanspruchung: hochwarmfeste Stähle, hitzebeständige Stähle). Nahtlose Stahlrohre aus warmfesten Stählen, Kesselrohre.

Wasserdampfdiffusionswiderstand

Mit dem Wasserdampfdiffusionswiderstand wird angegeben, in welchem Maß der Dämmstoff von Wasserdampf durchdrungen werden kann. Dieses ist neben seiner Eigenschaft, Feuchte aufnehmen bzw. abweisen zu können, wichtig für den Einsatzort des Dämmstoffs.

Wasserglas

Wasserlösliches Glas (Alkalisilikatglas) als Vorprodukt für Sol-Gel-Prozesse.

Wassersackbildung

Effekt bei Dachtragwerken. Die Entwässerung eines Daches erfolgt immer zum niedrigsten Punkt hin. Durch Fehler in der Formfindung kann es passieren, dass sich ein Wassersack bildet, von dem aus das Wasser nicht abfließen kann. Bei komplexen Dachformen ist in der Phase der Formfindung besonderes Augenmerk auf eine effektive Entwässerung zu legen.

Wasserschlauchtest

Eine spezielle Düse wird mit speziellem Druck in einem bestimmten Abstand auf die Fuge der Fassade gelenkt. Dabei darf kein Wasser durch die Fuge dringen.

Wasserstoff (H)

Wasserstoff kann durch Wasserstoffversprödung den Stahl schädigen. Er kann sowohl bei der Herstellung als auch bei der Oberflächenbehandlung in den Stahl gelangen. Durch Temperierungsmaßnahmen kann der Wasserstoff austreten.

Wasserstoffversprödung

Änderung der Dehnbarkeit (Duktilität) von Metallen, genauer ihrer Sprödigkeit, Durch das Eindringen und die Einlagerung von Wasserstoff in ihr Metallgitter ändert sich die Sprödigkeit. Die Wasserstoffversprödung ist eine Korrosionsform, deren Folgen einer Materialermüdung ähneln.

Wasserstrahlverfahren

Komplizierte Glasgeometrien können mit dem Wasserstrahlverfahren hergestellt werden. Die Schnittkanten weisen eine matte und leicht raue Oberfläche auf. Eine ESG-Verglasung kann nicht mit dem Wasserstahlverfahren behandelt werden, sie würde zerstört werden.

Wattstunde

Die Wattstunde (Wh) ist die Maßeinheit der Arbeit und damit eine Energieeinheit. Eine Wattstunde entspricht der Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.

Währungssicherung

Absicherung gegen Risiken, die daraus resultieren, dass ein Geschäftspartner in einem anderen Währungsgebiet bzw. mit einer anderen Währung tätig ist.

Wälzlager

Ein Wälzlager ist ein Maschinenelement, das mit geringer Reibung eine Last zwischen gegenläufig bewegten Flächen überträgt. Zwei zueinander bewegliche Komponenten, der sogenannte Innenring sowie der Außenring, sind durch rollende Körper getrennt.

Wärme

Wärme ist eine Energieform, die durch Umwandlung anderer Energieformen entsteht. Wenn sich ein heißer und ein kälterer Körper berühren, bezeichnet man die überfließende Energiemenge als Wärme. Dabei erhöht sich die innere Energie des kälteren Körpers. Aber nicht nur Wärme, auch mechanische Arbeit kann die innere Energie eines Körpers erhöhen.

Wärmeausdehnung

Bauteile verändern bei Temperaturänderungen ihre Form und ihr Volumen. Wenn man dies bei der Konstruktion eines Bauwerkes nicht beachtet, kann es zu Bauschäden kommen. Das Maß dieser Volumenänderung wird durch den Wärmeausdehnungskoeffizienten bestimmt.

Wärmeübertragung

Es gibt drei Arten der Wärmeübertragung: die Wärmeleitung, die Wärmemitführung, auch Konvektion genannt, und die Wärmestrahlung.

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke (oft fälschlicherweise als Kältebrücke bezeichnet) ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen bzw. nach innen transportiert wird als durch die anderen Bauteile.

Wärmebrücken

Als Wärmebrücken bezeichnet man Außenbauteile, die eine geringere Wärmedämmung oder eine größere Wärmeabfuhr aufweisen als die sie umgebenden Bauteile. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite stellenweise stark herabgesetzt ist. Wegen dieser Abkühlungseffekte werden die Wärmebrücken umgangssprachlich auch Kältebrücken genannt.

Wärmedämmglas

Wärmedämmgläser zeichnen sich vor allem durch einen kleinen Wärmedurchgangskoeffizienten aus. Daneben wird meistens ein möglichst hoher Lichttransmissionsgrad erwartet. Die Gesamtenergiedurchlässigkeit sollte so hoch wie möglich sein, um einen hohen Anteil der Sonneneinstrahlung zur passiven Energienutzung zur Verfügung zu haben.

Wärmedämmverbundsystem

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) dient zur Dämmung von Gebäudeaußenwänden. Umgangssprachlich sind auch die Bezeichnungen Thermohaut und Vollwärmeschutz im Gebrauch.

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient U (U-Wert) ist das Maß für die physikalische Größe des Wärmestroms in Bauteilen, wenn auf beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Er gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Temperaturen um 1 Kelvin (K) unterscheiden. Die Einheit des Wärmedurchgangskoeffizienten ist W/(m²K), Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner die Einheit, desto besser ist die Dämmwirkung.

Wärmefunktionsglas

Bei Wärmefunktionsgläsern ist die innere Scheibe zum Scheibenzwischenraum (SZR) mit einer hauchdünnen Edelmetallschicht (selektive Schicht) versehen, die die Energieabstrahlung erheblich vermindert. Wird auch Warmglas oder Wärmeschutzglas genannt. Die wichtigsten Beurteilungskriterien für Wärmefunktionsglas sind die Gesamtenergiedurchlässigkeit (g-Wert) und der Wärmedurchgangskoeffizient (Ug).

Wärmekapazität

Die Wärmekapazität ist ein Begriff aus der Thermodynamik und bezeichnet das Vermögen eines Körpers, Energie in Form von thermischer Energie zu speichern. Sie wird im Allgemeinen durch das Formelzeichen C dargestellt. Per Definition gibt C die Wärmemenge Q (in Joule) an.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit beschreibt, wie viel thermische Energie mittels Wärmeleitung in Form von Wärme in einem Material transportiert wird.

Wärmeleitung

Als Wärmeleitung bezeichnet man den Wärmeaustausch zwischen benachbarten Teilchen oder Bauteilschichten. Die Wärmeleitung ist abhängig von der Wärmeleitfähigkeit (I). Je niedriger die Wärmeleitfähigkeit, umso besser die Dämmwirkung.

Wärmeschutz

Unter Wärmeschutz versteht man alle Maßnahmen, die eine Wärmeübertragung zwischen Räumen und der Außenluft bzw. zwischen Räumen unterschiedlicher Temperatur verringern.

Wärmestrom

Der Wärmestrom ist die Wärme in Watt, die bei einem Temperaturunterschied durch eine bestimmte Fläche eines bestimmten Stoffes mit einer bestimmten Wandstärke strömt.

WDVS

Siehe Wärmedämmverbundsystem.

Weißblech

Bis zu 0,5 Millimeter dickes Stahlblech bzw. -band mit einer elektrolytisch aufgebrachten Zinnschicht. Es wird vor allem für Verpackungen genutzt.

Weißglas (Low Iron Glass)

Glas für optisch relevante Anwendungen. Weißglas eignet sich für hochtransparente Verglasungen an der Fassade und in Innenräumen. Durch die Vermeidung von Eisenoxiden in der Glasschmelze ist die typische, leicht grünliche Eigenfarbe des Glases stark reduziert. Bekannte Markennamen: „Optiwhite“, „Diamant“.

Weißrost

Weißrost ist die eine Form der Korrosion, die unter bestimmten Bedingungen auf Zinkoberflächen gebildet wird.

Weicheisen

Weicheisen ist der häufigste weichmagnetische Werkstoff und besteht aus unlegiertem Eisen. Elektrische Maschinen (Elektromotor, Generator, Transformator etc.) enthalten Weicheisenbleche zur Bündelung oder Verstärkung magnetischer Felder.

Weicher Stoß

Weicher Stoß ist ein Prüfverfahren, es dient dem Nachweis der Widerstandsfähigkeit von Sicherheitsverglasungen unter der stoßartigen Einwirkung eines Körpers relativ großer Masse (z. B. Pendelkörper mit Zwillingsreifen nach EN 12600) bei geringer Geschwindigkeit. Dies soll dem Anprall von Personen gegen Glasscheiben entsprechen.

Weichmacherwanderung

Die Weichmacherwanderung ist eine Wechselwirkung, bei der wesentliche Stoffeigenschaften so verändert werden, dass die Funktion des Systems nachhaltig verändert oder beeinträchtigt wird.

Weichschott

Brandabschottung aus relativ weichen Materialien. Diesem Begriff werden hauptsächlich Plattenschotts aus brandschutzbeschichteten Steinwolleplatten zugeordnet. Eine Brandabschottung als Hartschott besteht in der Regel aus Brandschutzmörtel.

Wellblech

Ein Wellblech ist eine Platte aus Blech mit wellenförmigem Querschnitt. Die üblicherweise geringe Stärke des Blechs erreicht durch die Wellenform eine hohe Steifigkeit und Tragfähigkeit. Wellblech kann sowohl gerade gestreckt als auch zu einer Zylinderfläche gebogen sein.

Werksbescheinigung

Bei der Werksbescheinigung bestätigt der Hersteller, dass das gelieferte Erzeugnis den Vereinbarungen entspricht, die Werksbescheinigung enthält keine Angabe von Prüfergebnissen.

Werkstattplanung

Überführung der geometrischen Randbedingungen und der statischen Auslegungen der Bauteile in Zeichnungen oder Tabellen, die es dem ausführenden Betrieb ermöglichen, die Einzelteile der Struktur zu fertigen.

Werkszeugnis

Der Hersteller bestätigt im Werkszeugnis die Prüfergebnisse auf Grundlage nicht spezifischer Prüfungen.

Wetterschutzebene

Besteht aus Wind- und Regensperre. Dringt in die Bauanschlussfuge trotzdem Regenwasser ein, muss es kontrolliert und direkt nach außen abgeführt werden. Weiterhin muss sichergestellt sein, dass Feuchtigkeit, die aus dem Rauminneren in den Funktionsbereich gelangt ist, nach außen entweichen kann.

Widerstandsklasse WK

Wert, in dem eine Fassade bzw. Tür angegeben werden muss, wenn sie einbruchhemmend sein soll. Die Widerstandsklassen gehen bis WK6. Je höher die Widerstandsklasse, desto aufwendiger die Konstruktion

Widerstandsmoment

Bezogen auf den Rand eines Stabquerschnittes ist dies das Flächenträgheitsmoment 2. Grades dividiert durch den Randabstand der Biegeachse. Mit diesem errechnet sich die Biegerandspannung. (Biegemoment dividiert durch Widerstandsmoment).

WIG

Wolfram Inertgasschweißen ist ein Verfahren, das mit inerten Gasen arbeitet. Der Lichtbogen wird durch eine nicht abschmelzende Wolframelektrode erzeugt. Brenner und Draht werden zumeist manuell geführt. Der vorrangige Einsatzbereich sind hoch legierte Stähle und Aluminiumwerkstoffe, die Schweißung unlegierter Baustähle ist möglich.

Winddichtigkeit

Das dichteste Bauteil, der beste Wärmeschutz wird nutzlos, wenn durch fehlerhafte Ausführung die Winddichtigkeit der Gesamtkonstruktion nicht gegeben ist. Nicht nur steigt der U-Wert (steigende Energiekosten), die undichten Stellen lösen auch eine Kettenreaktion aus, durch Kondenswasser bildet sich Schimmel, Bauschäden sind die langfristige Konsequenz.

Windgutachten

Gutachten, das in Auftrag gegeben wird, um die Windlastenvorgaben für ein Bauvorhaben festzulegen oder nachzuweisen.

Windkraftbeiwert

Der Windkraftbeiwert wird aus dem in der ÖNORM B 1991-1-4 angegebenen Staudruck sowie der Lage der Verglasung in der Fassade ermittelt.

Windlast

Druck bzw. Sog, der durch direkte Windeinwirkung auf die äußere Oberfläche eines Gebäudes ausgeübt wird.

Windlast

Kennwert für die Winddruck- und Sogbelastung, die auf einen Bau bzw. auf ein Bauteil wirken. Dieser Wert ist maßgebend für die Auslegung der Fassadenkonstruktion und deren Bauteile. Wird entweder in der Ausschreibung angegeben oder Bezug nehmend auf vorhandene Normen angenommen.

Windwächter

Wind messender Sensor, der bei zu hohem Windaufkommen z. B. das Auffahren von Jalousien bzw. das Einfahren von Markisen veranlasst.

Winkelschleifer

Ein Winkelschleifer ist eine elektrische Handmaschine mit schnell rotierender runder Schleifscheibe. Beim Winkelschleifer wird die Schleifscheibe über ein Winkelgetriebe angetrieben, das dem Winkelschleifer seinen Namen gibt.

Winkelstahl

Im Querschnitt (so weit genormt) rechtwinkliges Stabstahlprofil, dessen Form dem Buchstaben L gleicht.

Wintergarten

Ein Wintergarten ist ein verglaster Anbau bei Gebäuden. Individuell geplant, in Abstimmung auf Vorstellungen und Bedürfnisse, entsteht eine hochwertige Glasarchitektur, die sich in die Umgebung einfügt und beim Wohnkomfort Maßstäbe setzt.

Wolfram-Inertgasschweißen

Die WIG-Schweißanlage besteht aus einer Stromquelle, die in den meisten Fällen auf Gleich- oder Wechselstromschweißen geschaltet werden kann, und einem Schweißbrenner, der mit der Stromquelle durch ein Schlauchpaket verbunden ist.

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