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King Abdulaziz Center for World Culture (ITHRA)

Im Herzen der saudiarabischen Ölfelder entsteht mit dem King Abdulaziz Center for World Culture ein Projekt, das planerisch in dieser Form noch nie umgesetzt wurde. Fünf Einzelgebäude mit kulturellen Einrichtungen, unter anderem einer Bibliothek und einer Konzerthalle, glänzen in der Sonne wie blanke "Kieselsteine". Teilweise ragen die spektakulären, dreidimensionalen Freiformen ambitioniert bis zu 90 Meter in den Himmel auf, verkleidet mit einer futuristischen Metallfassade. Für das Architekturbüro Snøhetta spiegelt sich in der Komposition aus stehenden und liegenden Baukörpern das Spannungsfeld der arabischen Kultur, das sich zwischen seinen archaischen Wurzeln und zukünftigen Visionen aufbaut.
Die Planung und Ausführung der gesamten Hülle stellt für seele eine höchst komplexe 3D-Aufgabe bei sehr knappem Zeitraum dar. Als Novum wird das Projekt komplett dreidimensional gedacht, geplant und sogar produziert. Mit einer Gesamtlänge von über 350 Kilometern bilden räumlich gebogene Edelstahlrohre die metallene Außenhaut. Alle der etwa 5,5 Meter langen, aneinander gereihten Rohrstücke sind Einzelstücke. Jedes ist in unterschiedlichen Radien und Richtungen dreidimensional gebogen, so dass eigens für die räumlich gefertigten Fassadenrohre eine Maschine entwickelt werden musste. Eine entsprechende Montagelogistik ist gefordert. Die Unterkonstruktion ist ein polygonales Stahlnetz, das sich um die Primärkonstruktion aus Stahlstützen und Stahlbetondecken wickelt. Ein zweites Netz aus Stahlrohren, integriert in eine Sandwichkonstruktion aus Trapezblech, Dämmung und Stehfalzblech, bildet präzise die gewünschten organischen Formen. Über eine speziell entwickelte Halterung sind die Edelstahlrohre, mit einem Durchmesser von 76,1 Millimeter, mit einem Abstand von 9,9 Millimetern zueinander auf dem Stehfalz befestigt. Bei den ebenfalls von seele ausgeführten Stahl-Glas-, Ganzglas- und Holzleimbinderfassaden kann das Unternehmen aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

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