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Pérez Art Museum Miami

Direkt an der Biscayne Bay in Florida entsteht das neue Pérez Art Museum Miami nach Plänen von Herzog & de Meuron. Der dreigeschossige Museumsköper steht auf einem ausladenden Sockelplateau.

Filigrane Stützen tragen ein weit auskragendes Dach, das für eine natürliche Verschattung des Gebäudes sorgt. Darunter sind drei unterschiedlich hohe Ausstellungsebenen aufeinander geschichtet. Durch die gänzlich unterschiedlichen Grundrisse der Ebenen ergeben sich vielfältige Vor- und Rücksprünge in der Fassade, sodass die geschlossenen Ausstellungskörper teilweise fast schwebend wirken. Die Erschließungs- und Ausstellungsflächen zwischen ihnen und darum herum sind von einer Glasfassade umhüllt, die Blickbezüge in den Park und auf die Biscayne Bay zulässt. 

Miami liegt in einer stark durch Hurrikans gefährdeten Zone mit hohen Windlasten. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die die von seele erstellte gläserne Außenhülle erfüllen muss. Es handelt sich um eine Pfosten-Riegel-Fassade, bei der in der ersten und dritten Ebene die Pfosten außen, in der zweiten Ebene dagegen innen liegen. Eine Besonderheit ist, dass die im Grundriss konisch zulaufenden Stützen aus hochfestem, kunststoffbewehrten Faserbeton hergestellt sind. Mittels in den Beton eingegossener Edelstahlschienen werden an Ihnen die Glasscheiben befestigt. Die Fuge ist nur von schmalen Leisten abgedeckt. Aufgrund der Hurrikangefährdung sind die Scheiben mit jeweils zwei Doppelverglasungen ausgeführt, zwischen denen eine Folie verstärkend wirkt. Bislang wurden Scheiben dieser Größe – bis zu circa 5,20 Metern Höhe und 2,30 Metern Breite – in dieser Zone noch nicht ausgeführt. In einem Hurrikantest stellen alle Elemente der Fassade, Glas, Pfosten, Verankerung und Teakholztüren, ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis.

© Herzog & de Meuron, visualization by Artefactorylab Vergrößern

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