Ein klares Bekenntnis für den Standort: Im Jahr 2004 hat sich seele austria mit einem Glasbau in Schörfling etabliert. Dynamisches Wachstum, steigende Mitarbeiterzahlen und eine gute Auftragslage ließen dieses Gebäude rasch zu klein werden. Mit der Einweihung des 850 qm umfassenden Neubaus nur fünf Jahre später rüstet sich seele nun für weitere Expansionen. Rund 40 neue Arbeitsplätze entstehen hier zusätzlich zu den vorhandenen 100 Stellen – eine Investition in die Zukunft, da der Fassadenspezialist für die Umsetzung internationaler Projekte immer neue Fachkräfte benötigt.
Das neue Gebäude repräsentiert seele in seinem konstruktiven Know-how ebenso wie in seiner Firmenphilosophie: Optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter durch voll klimatisierte und natürlich belichtete Arbeitsplätze hinter einer markanten High-Tech-Fassade. seele arbeitet weltweit mit den bekanntesten Architekturbüros zusammen und ist bekannt für seine hochwertigen, innovativen und nachhaltigen Dach- und Fassadenkonstruktionen. So wurde auch für den eigenen Neubau ein renommiertes Architekturbüro engagiert. Kauffmann Theilig & Partner aus Stuttgart entwarfen für die Erweiterung in Schörfling einen schlichten Kubus, der zwar in Höhe und Proportion den bestehenden gläsernen Quader fortführt, sich in der Fassadengestaltung jedoch ganz klar davon abhebt. Die Gebäudehülle, die von seele geplant und ausgeführt wurde, besteht aus einer stählernen Pfosten-Riegel-Konstruktion mit raumhohen Glas-Elementen. Von außen ist diese verborgen hinter der ins Auge stechenden „zweiten Haut“ aus Aluminiumlamellen. Die zentral nach Wetter und Sonnenstand gesteuerten Lamellen verhindern Blendung und zu hohe Wärmeeinstrahlung durch die Sonne, gestatten aber gleichzeitig einen großzügigen Tageslichteinfall. Im Inneren entsteht so eine positive, im Tagesverlauf changierende Lichtatmosphäre, in der man gerne arbeitet.
seele sieht hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter als Schlüssel für den Erfolg. Daher bietet das Unternehmen nicht nur Arbeitsbedingungen von höchster Qualität, sondern fördert seine Mitarbeiter auch durch kontinuierliche Aus- und Weiterbildung. Um langfristig eine stabile Struktur aus gut geschulten Fachkräften zu sichern, bildet das Unternehmen selbst aus; derzeit sind 12 Auszubildende in Schörfling tätig.
So ist der Neubau auch ein Zeichen für die Mitarbeiter an diesem Standort, der für das kommende Jahr auf ein komfortables Auftragspolster von 50 Mio. Euro blicken kann. Ein Teil davon stammt aus der spektakulären Fassadenkonstruktion des neuen Börsengebäudes in Abu Dhabi. Dort wird die gesamte Last der 30 Meter hohen Fassade lediglich von verspannten Seilen getragen. Darüber hinaus hat seele eine 15 Meter hohe Glasstütze entwickelt, die dort erstmalig als einziges statisch tragendes Element einer Fassade zum Einsatz kommt.

Der hier gezeigten Leistungsfähigkeit und Innovationskraft verdankt das Unternehmen, das weltweit 750 Mitarbeiter beschäftigt, seinen enormen Erfolg. Es stellt sich immer neuen Herausforderungen, lotet konstruktive Grenzen neu aus und wächst daran. Dafür genießt seele in aller Welt bei Architekten und Planern den Ruf eines verlässlichen und kreativen Planungs- und Konstruktionspartners, wie die beeindruckende Liste internationaler Referenzobjekte zeigt. Darin findet sich unter anderem das spektakuläre John Lewis Department in Leicester. Das bekannte britische Büro Foreign Office Architects wünschte sich eine ornamental gemusterte Ganzglasfassade, die wie ein schillernder, netzartiger Vorhang das Gebäude umhüllt und bei Dunkelheit in 256 Farben wechselnd hinterleuchtet ist. seele lieferte hier nicht nur eine konstruktive sondern auch eine logistische Meisterleistung, da nahezu 3.000 unterschiedliche Gläser wie ein riesiges Puzzle richtig zugeordnet werden mussten. Ebenfalls in Abu Dhabi setzte seele für das neue Messezentrum eine Glasfassade um, die fast über die gesamte Außenhülle gezogen und schräg nach außen geneigt ist – eine Ganzglaskonstruktion, wie sie in dieser Dimension noch nie gebaut wurde.
Auch beim Bau zahlreicher Fußball- und Olympiastadien ist das Know-how von seele gefragt. Eines der jüngsten Beispiele ist das Birds Nest, das Nationalstadion in Peking. Es besteht aus einem dynamischen Geflecht von Stahlstützen, deren Zwischenräume zum Schutz vor Witterung durch lichtdurchlässige, bedruckte Membran-Folien geschlossen wurden. Für 880 unterschiedliche Folienfelder musste zunächst eine dreidimensionale Geometrie ermittelt und umgesetzt werden. Angesichts solcher Referenzen stehen die Chancen gut, dass seele auch für London wieder mit im Spiel ist.