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Flughafen Heathrow, London, Terminal 5 

Flughafen Heathrow, London, Terminal 5

Heathrow Terminal 5 ist heller, schöner und komfortabler als alle anderen Flughäfen Großbritanniens. Bei der Einweihung des futuristischen Neubaus von Richard Rogers Partnership sprach die Queen von einem „hellen und luftigen Ort mit einem sauberen und effizienten Layout“. In der Tat kann sich das 369 Meter lange, 176 Meter breite und 50 Meter hohe Terminal, auf dessen fünf Etagen 50 Fußballfelder Platz finden, sehen lassen: Aus dem deckenhoch verglasten Gebäude haben die Passagiere eine perfekte Sicht auf die Start- und Landebahn, und wenn das Wetter es erlaubt sogar auf Windsor Castle und das neue Wembley-Stadion.
Die Größe des Bauvorhabens legt die Vermutung nahe, dass eine Duplizierung der einzelnen Bauteile in großem Umfang möglich ist. Zahlen wie 40.000 Aluminium-Profile oder 240.000 Quadratmeter Glas stehen jedoch nicht für eine Serienproduktion „Just in Time“. Im Gegenteil, sie verweisen auf einen enormen planerischen und logistischen Aufwand, HighTech-Lösungen termingerecht zu entwickeln und zu montieren. Zahlreiche Sonderanforderungen dokumentieren sich in 60.000 Plänen und 200.000 Montagestunden für die von seele übernommenen Arbeiten: Dazu zählen auch Verglasungen von Balustraden, Rolltreppen, Fahrstuhlschächten etc. sowie Planung und Ausführung der so genannten „Glass Boxes“, an die die Gangways angebunden sind.
Sämtliche Verglasungen wurden mit Verbundglasscheiben, 2 x ESG, ausgeführt. Hierbei galt es vielfältige Anforderungen speziell für Flughäfen zu erfüllen. Eine hohe Priorität besaß die passive Sicherheit gegenüber Bombenattentaten. Um Passanten vor Detonationen zu schützen, wurde für die Verglasungen eine Bruchauslösekraft ermittelt, die sicherstellt, dass ab einer gewissen Stärke der Druckwelle die Scheibe in kleine Bruchstücke zerplatzt, ohne sich von der Sicherheitsfolie zu lösen.
Die Konstruktion absorbiert die Energie der Druckwelle in hohem Grade und gewährleistet, dass niemand verletzt wird. Eine weitere Anforderung für Flughäfen ist der erhöhte Anprallschutz für die dort benutzten „electro vehicels“. Obwohl sie optisch relativ unauffällig sind, treten allein auf Grund ihres Gewichtes von knapp einer Tonne auch bei der geringen Geschwindigkeit von 8 km/h enorme Anpralllasten auf. Diese „transparent“ abzufangen ist mehr als ein alltäglicher Planungsauftrag.
sedak