Das Museum of Fine Arts, in Boston Massachusetts ist eines der größten Museen für zeitgenössische Kunst in den Vereinigten Staaten. 1999 erhielt Norman Foster den Auftrag für eine Neukonzeption und Sanierung der beiden historischen Eingangssituationen und des Besucherzentrums, hinzu kam der Neubau eines Ausstellungsflügels. Er setzte den beiden Seitenflügeln markante Kopfbauten vor. In der neuen Nord-Süd-orientierten Achse verbindet ein zentral gelegener, glasgedeckter Innenhof die Bestandsbauten, zugleich bildet dieser den Eingang für die beiden Kopfbauten und den neuen American Wing. Auf die vorhandene Stahlkonstruktion des Innenhofs setzte seele die neue Überdachung und schloss die offenen Seiten über seilverspannte Glasfassaden ab. Diese erfüllen hohe energetische Anforderungen sowie die für Museen speziellen lichttechnischen Vorgaben: kein UV-Licht, hoher Tageslichteinfall mit natürlicher Farbwiedergabe. Über Computersimulationen wurden Kondensationsszenarien erstellt. Die Ergebnisse dieser Simulationen bestimmten die Ausführung der Verglasungen: Zwei- beziehungsweise Dreifach-Verglasung, bei besonders exponierten Stellen zusätzlich noch eine Wärmeschutzbeschichtung.