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Fundación Caixa Galicia, La Coruña / ES 

Fundación Caixa Galicia, La Coruña / ES

Direkt an der Calle Cantón Grande, einer der bedeutendsten Hauptstraßen von La Coruña, entstand der neue Hauptsitz der Bankstiftung Fundación Caixa Galicia. Das in eine enge Baulücke der Altstadt gesetzte Gebäude bezeichnet der verantwortliche Architekt Nicholas Grimshaw selbst als ein „zwischen zwei Gebäuden eingekeiltes Juwel“ und als „Leuchtturm“. Diese Aussage umschreibt: Die Fundación ist eingekeilt und leuchtet, Juwel steht für den Luxus einer komplett aufgedoppelten zusätzlichen Fassadenverkleidung aus hinterleuchtetem Marmor.
Von der Calle Cantón Grande kommend neigt sich dem Passanten eine über alle Geschosse gezogene, leicht nach vorne gekippte Fassade entgegen. In Traufhöhe geht sie sanft in einen Bogen über, der auf der Rückseite der Fundación in eine große Halbtonne ausläuft. Fassade oder Dach verschmelzen zu einer Einheit und definieren einen großvolumigen Baukörper. Seinen besonderen Reiz bezieht das Gebäude aus einer komplett über die „Fassade“ gezogenen zweiten Schale aus VSG-Scheiben, in die dünne transluzente Laminate aus Glas und vier Millimeter dünnem Marmor eingebettet sind. Tagsüber leiten sie diffuses Sonnenlicht in die einzelnen Geschosse, in der Nacht hinterleuchtet, geben sie dem Gebäude einen samtigen Glanz. Klimatisch bedingt konnte die Grundkonstruktion thermisch relativ einfach ausgeführt werden. Horizontal liegende, aufgeständerte U-Profile umfassen oben und unten die Scheiben, eine Silikonverfugung leitet das Regenwasser nach außen. Die drei untersten Reihen können nach hinten gekippt werden um mehr Licht in das Gebäude einfallen zu lassen. Für das Auge nicht wahrnehmbar ist eine Verschiebung der beiden Hauptachsen. Sie greifen die Giebelseiten der benachbarten Gebäude auf und stehen in einem Winkel von 91,3° Grad zueinander. 1,3° Grad ist nicht viel, bedeutet jedoch, dass die Formate der Scheiben sich konstant ändern und entsprechend ihrer Position maßgefertigt sind.

Ein der geneigten Hauptfassade vorgesetzter Glasscreen nimmt das gestalterische Element der für La Coruña typischen verglasten Balkone auf, der so genannten Galerias. Eine Spezialfolie in den VSG-Scheiben ermöglicht holographische Projektionen bei Nacht. Mit Fischbauchträgern ausgesteift, wurde ein filigraner Gitterrost aufgebaut, der auf wenigen Konsolen befestigt vollkommen losgelöst vor dem Gebäude schwebt.
Weitere Leistungen von seele umfassen eine Brandschutz-Verglasung des Atriums über die gesamte Gebäudehöhe, begehbare Glasböden, Aufzugsverkleidungen, durchschusssichere Bürofassaden sowie die Steinverkleidung des Veranstaltungssaales. Verwendet wurden ausschließlich speziell entwickelte Verglasungssysteme aus Stahl und Edelstahl.
sedak